In festliche Stimmung versetzte den Zuhörer schon das Eingangsstück des Sommerkonzertes der Heinrich-Faber-Musikschule: Fünf Querflöten (Eva Murmann, Juliane Krappmann, Lisa Nowak, Mareike Link) verkündeten mit Georg Friedrich Händels feudaler Barockmusik die "Ankunft der Königin von Saba". Damit schufen sie einen wunderbaren Auftakt zu einem Konzert, in der vor allem klassische Werke zu hören waren.
Mit dem "Allegro" aus dem "Divertimento in F-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart zeigte das Querflötentrio mit Hannah Manke, Paulina Hohmann und Gianna Garzarella eine heitere und - bei Mozart oft anzutreffende - schalkhafte Seite der Klassik. Anna Kraus (Querflöte) und Annika Neumann (Klavier) taten sich für das irische Segenslied "Möge die Straße" zusammen.
Mit dem Vorgänger der Querflöte, der Blockflöte, traute sich Fiona Schollan eine solistische "Bourrée", auch wieder von Händel, während Nicole Nassel auf der Blockflöte bei "La Bernadina" von Musikschulleiter Reinhard Arnold an der Gitarre begleitet wurde.
Die Gitarrenschüler zeigten beeindruckendes Können. Tara und Finn Scholl brachten solistisch mit Tanzstücken eine kurzweilige Auflockerung ins Programm, genauso wie Maximilian Spitzenpfeil mit einem "Blues".


"Wickie und die starken Männer"

Die Akkordeonspieler sorgten für gute Laune, vor allem mit dem Titellied von "Wickie und die starken Männer", welches das Quintett (Johannes und Matthias Arneth, Johannes Schubert, Jakob Klein und Vanessa Wiemann) zum Besten gab. Wiemann spielte außerdem alleine noch einen fröhlichen "Gruß aus Kufstein". Klassisch und romantisch wurde das Programm wieder beim Klavier, dem Instrument, dem über ein Drittel der Programmpunkte gewidmet waren. Sieben Klavierschüler zeigten ihr Können, gerade bei den Fortgeschrittenen konnte man eine beachtliche Virtuosität und Hingabe beobachten.
Esther Schadt präsentierte den ersten Satz aus Ludwig van Beethovens Sonate op. 14/1, Lea Gießler die Nr. 1 aus "Lieder ohne Worte" von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Franca Wiesmann das "Nocturne op. 9 Nr. 3" von Frédéric Chopin und Ferdinand Brunner den dritten Satz aus der "Sturmsonate op. 31 Nr. 2" von Beethoven. Für Letzteren, der gerade Abitur gemacht hat, war es das letzte Konzert an der Musikschule. "Mal sehen, was auf mich zukommt. Klavierspielen werde ich auf jeden Fall weiterhin", sagte er im Gespräch mit Arnold vor dem Publikum. Schadt und Gießler hatten am Tag zuvor erfolgreich die Musik-Prüfung D3 absolviert.
Modernere Klänge auf dem Klavier hörte man von Lukas Werner, der mit viel Gefühl ein Stück von Yann Tiersen aus dem Film "Die fabelhafte Welt der Amelie" spielte, und von Lavinia Richter, die einwandfrei und mit viel Elan einen "Flik-Flak-Boogie" von Manfred Schmitz erklingen ließ. Moritz Tremels "Tarantelle" von Stephen Heller brachte viel Frische ins Programm. Streicher dürfen bei einem Musikschul-Konzert natürlich nicht fehlen. Simon Förner bewies vielversprechendes Talent an seinem Instrument, der Violine, mit einem Allegro aus dem "Konzert in a-Moll" von Antonio Vivaldi. Emil Birkner, Benjamin Göring, Philipp Schille und Jonathan Thaler schlossen sich zu einem Violinquartett zusammen, um das Publikum mit einem amerikanischen Volkslied zu erfreuen.