Wichtigster Punkt der Gemeinderatssitzung war die Festlegung der Schließtage der Kindertagesstätte im Kalenderjahr 2020. Diesen Punkt hatte das Gremium zwar schon in der Sitzung im Oktober behandelt, jedoch nach langer und zäher Diskussion beschlossen, die Entscheidung zu vertagen und eine Elternbefragung durchzuführen.

Stein des Anstoßes war die Frage, ob im August die Kita für zwei oder drei Wochen geschlossen werden soll. Zweiter Bürgermeister Max Zeulner (CSU), der die Leitung der Sitzung innehatte, erläuterte nun die Zahlen zu eben dieser Befragung. Derzeit würden 85 Kinder in den Kindertagesstätten betreut. Da aus manchen Familien auch mehrere Kinder die Kita besuchen, wurden insgesamt 69 Familien befragt. Auf den zurückgegebenen 48 Befragungszetteln sprachen sich 29 Familien für drei Wochen und 19 Familien für zwei Wochen Schließzeit im August aus. Über die 21 nicht abgegebenen Stimmzettel könne man nur mutmaßen, dass diesen Eltern die Schließzeiten wohl egal seien, so der Zweite Bürgermeister. Für den Großteil der Gemeinderäte war dies ein eindeutiges und demokratisch ermitteltes Ergebnis, dem der Gemeinderat in seinem Beschluss auch folgen sollte.

Hauber schlägt Satzung vor

Vor der Abstimmung meldete sich Gemeinderat Armin Hauber (FW) zu Wort: "In den Schulen werden auch nicht jedes Jahr neue Beschlüsse zur Festlegung der Ferienzeiten gefasst. Wir sollten uns einmal darüber Gedanken machen, die Schließzeiten in der Kita ein für alle Mal in einer Satzung festzulegen, sonst haben wir jedes Jahr so einen Heckmeck." Zeulner schloss sich dem voll und ganz an: "Ich denke, es wird Aufgabe des neuen Gemeinderates im nächsten Jahr werden, sich damit zu befassen." Mit einer Gegenstimme wurden nun drei Wochen Schließzeit im August kommenden Jahres festgesetzt.

Mit elf Gegenstimmen wurde hingegen einem Bauantrag auf Umbau eines Anwesens zur Betriebsstätte mit Wohnung im Ortsteil Anger das gemeindliche Einvernehmen verweigert. Dieses war bereits in der Sitzung vom März schon einmal nicht erteilt worden. Nun wurde die Gemeinde seitens des Landratsamtes dazu aufgefordert, das rechtswidrig versagte Einvernehmen zu erteilen, da dieses sonst durch das Landratsamt ersetzt werden müsse. Aufgrund der Beschreibung der Betriebsstätte, die zum Teil als Lagerhalle für Maschinen, Holz und Grüngut, aber auch zum Betreiben von Mostpressen dienen soll, werfen sich für den Großteil der Räte noch zu viele ungeklärte Fragen auf, so dass sie sich auch diesmal außer Stande sahen, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Einem Bauantrag auf Aufstockung eines Wohnhauses sowie die Errichtung einer Garage mit Carport in der Hutweidstraße wurde zugestimmt.