Am Sonntag, 11. Oktober, wird um 17 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Lichtenfels das Oratorium "der Messias" von Georg Friedrich Händel aufgeführt. Händels "Messias" mit dem weltberühmten "Halleluja" ist eines der bekanntesten Werke der Oratorienliteratur. Der Text basiert auf Bibeltexten, die von Charles Jennens zusammengestellt wurden. Händel komponierte das Werk im Sommer 1741 in nur 23 Tagen. Uraufgeführt wurde es im April 1742.

Bei der Lichtenfelser Aufführung singen und musizieren renommierte Vokalsolisten Stefanie Fersch (Dachau), Sopran, Diana Schmid (Wiesbaden), Alt, Reiner Geißdörfer (Nürnberg), Tenor, Thomas Gropper (München), Bass, sowie die Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach und der Lorenz-Bach-Chor. Die Leitung hat Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann.

Die Sopranistin Stefanie Fersch studierte Gesang an der Musikhochschule in München bei Prof. Daphne Evangelatos.
Sie hat eine langjährige Berufserfahrung als Dozentin für Gesang und Klavier, Ensemble- und Chorleiterin, sowie als Stimmbildnerin. Im Jahr 2000 gründete sie Piano & Voice im Raum München/Dachau und hat seit Mai 2006 eine eigene Musikschule Piano & Voice in Bobingen bei Augsburg. Daneben hat die Sopranistin eine umfassende Konzerttätigkeit als Solistin.

Diana Schmid wurde in Augsburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Gesang an der Hochschule für Musik in Dresden und anschließend in Mainz, wo sie 2008 mit dem Konzertexamen abschloss. Sie war Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u. a. beim Internationalen Gottlob-Frick-Gesangswettbewerb, dem Preis der Bruno-Frey-Stiftung sowie dem Preis der Mainzer Theaterkultur. Von 2004 bis 2008 gehörte Diana Schmid dem Jungen Ensemble des Staatstheaters Mainz an. Zudem sang sie bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden, an der Oper Frankfurt und Hamburg sowie beim Festival de Radio France in Montpellier. Regelmäßige Liederabende und zahlreiche Konzerte mit geistlicher und weltlicher Oratorienmusik ergänzen ihre Operntätigkeit. Die CD mit Georg Friedrich Händels Oratorium "Theodora" mit ihr als Irene erschien im Frühjahr letzten Jahres bei Naxos.

Reiner Geißdörfer erhielt seine musikalische Grundausbildung im Windsbacher Knabenchor. Er studierte Theologie in Erlangen und gleichzeitig Gesang am Kirchenmusikalischen Institut bei Ina Zimmermann.. Geißdörfer ist Dozent an der Hochschule für Evangelische Kirchenmusik in Bayreuth.

Der Bassist Thomas Gropper studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München Opern- und Konzertgesang sowie Gesangspädagogik bei Markus Goritzki und in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sein sängerischer Schwerpunkt liegt auf dem oratorischen Gebiet, wo er von Monteverdi und Schütz über Bach, Händel, Haydn, Mendelssohn, Brahms bis Elgar, Orff und Britten alle wichtigen Bass- und Bariton-Partien gestaltet hat, wobei auch zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen entstanden. Auch auf dem Gebiet der Oper ist Thomas Gropper tätig.

Einen wesentlichen Teil von Groppers Arbeit machen Pädagogik und Chorarbeit aus, er war Stimmbildner des Münchner Bachchors und des Münchner Motettenchors, lehrte zehn Jahre an einer renommierten Münchner Schauspielschule und unterrichtet seit 1997 an der Münchner Musikhochschule. 2001 wurde er dort zum Professor für Gesang, Sprecherziehung und Gesangsdidaktik berufen. Häufig ist er Dozent bei Fortbildungen und Workshops über Chor- und Stimmarbeit.

Die Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach entstand 1992 aus dem Zusammenschluss der Symphonieorchester der jeweiligen Städte. Sie ist ein gemeinsames Projekt der Länder Thüringen und Sachsen und damit einzigartig in Deutschland.

Gastkonzerte führten den "Musikalischen Botschafter der Region" in alle bedeutenden Musikzentren Deutschlands, nach Österreich, Spanien, Dänemark, Frankreich, China, in die Tschechische Republik, die Schweiz und die USA.


Ausklang im Pfarrhof

Im Anschluss an das Konzert sind die Besucher noch eingeladen den Abend auf dem Pfarrhof mit Getränken und Gegrilltem ausklingen zu lassen.
Karten (unnummeriert) zu 17 Euro (erm. 13 Euro) für das Mittelschiff und die Orgelempore, sowie zu 13 Euro (9 Euro) für das Seitenschiff und die Seitenemporen sind im Evang. Pfarramt in Lichtenfels, im Evang. Dekanat Michelau und an der Abendkasse erhältlich.