Lächelnd tanzte eine kleine Elfe durch den Raum, zusammen mit Vampir, Pirat und Feuerwehrmann. Selbst adelige Prominenz von Prinzessin bis zum König machte ihre Aufwartung beim Kinderfasching des TSV Staffelstein.
Bunt wie die Verkleidungen der jungen Narren gestaltete sich auch das Unterhaltungsprogramm, dass sich die ehrenamtlichen Helfer des TSV für den fröhlichen Nachmittag in der Peter-J.-Moll-Halle ausgedacht hatten. So verbrachten die Sprösslinge zusammen mit ihren Eltern vergnügliche Stunden, die ihnen noch lange in Erinnerung bleiben werden.


Fahrt durch die Eisrinne

"Kennt Ihr das Bobfahrer-Lied?", fragte Rica Kohmann, die den Kinderfasching beschwingt moderierte. Natürlich kannten sie es und im Nu hatte sich ein riesiger Bob gebildet, und die Fahrt durch die imaginäre Eisrinne konnte losgehen. Unter Musikbegleitung drehten sich die in den verschiedensten Kostümen vom süßen Marienkäfer bis zum gruseligen Vampir gewandeten Jungen und Mädchen ausgelassen im Kreis.
Regen Zulauf erfuhren auch die beiden Tische mit den Mitmachaktionen. Das Basteln von Masken kam gut an, und das Kinderschminken bot die Gelegenheit, sich das Gesicht hübsch bemalen zu lassen. Langeweile war ein Fremdwort an diesem Nachmittag. Ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen durfte die Jungen und Mädchen etwa, als es darum ging, in Zweierpaaren zu tanzen. Aber beileibe nicht einfach nur so: Es galt, während des Tanzens einen Luftballon zwischen den Bäuchen "festzuhalten" und dies ohne Zuhilfenahme der Hände. Ein herrlicher Spaß:
Den Höhepunkt bildete die Maskenprämierung. Nach einer beschwingten Polonaise, begleitet vom rhythmischen Klatschen der Erwachsenen, wurden die originellsten Verkleidungen prämiert. "Ihr könnt uns glauben, die Entscheidung ist der Jury echt schwer gefallen. Ihr seht alle toll aus", betonte Rica Kohmann. Nachdem Dritt- und Zweitplatzierter, ein "Schneemann" und ein "Astronaut" den verdienten Applaus erhalten hatten, war die Spannung groß. "Die Gewinnerin ist - die Haribo-Tüte", migt diesen Worten bat die Moderatorin dann die neunjährige Marie auf die Bühne. Das gestaltete sich angesichts ihres gleichermaßen einfallsreichen wie sperrigen Outfits, mit dem sie die Jury überzeugte, gar nicht so einfach. Doch mit vereinten Kräften gelang es, nicht umsonst handelt es sich hier um einen Sportverein.
"Mein Vater hat beim Basteln des Kostüms mitgeholfen", räumte die junge Ebensfelderin grinsend beim kurzen Siegerinterview ein. Marie durfte sich wie auch Zweit- und Drittplatzierter über einen Schwimmbad-Gutschein freuen.
"Wenn ihr keinen Preis gewonnen habt, braucht ihr deswegen nicht betrübt sein, denn heute geht kein Kind leer aus, jetzt kommt der nächste Bonbonregen."
Den Worten ließ Rica Kohmann zusammen mit einigen Helfern des TSV Taten folgen und schon prasselte das süße Konfekt hernieder.