Am Dienstagabend gegen 18 Uhr setzte ein 72-jähriger Landwirt aus einem Stadtteil von Weismain ein abgedroschenes Getreidefeld südlich von Görau in Brand, um die Stoppeln und das restlich verbliebene Stroh zu "entsorgen". Das teilte die Polizei mit.

Das Feuer geriet außer Kontrolle und nicht nur das Stoppelfeld, sondern auch ein rund 1,8 Hektar großes, südlich angrenzendes Feld mit Sommergerste, fiel den Flammen zum Opfer. Ein weiteres benachbartes Gerstenfeld verbrannte teilweise am Randstreifen.

Der Landwirt und seine 75-jährige Ehefrau versuchten noch, gegen die Flammen anzukommen, wobei sich der Mann hierbei Verbrennungen ersten und zweiten Grades zuzog. Die Frau erlitt eine schockbedingte Kreislaufschwäche. Beide mussten zur ambulanten Behandlung mit dem Rettungsdienst ins Klinikum Kulmbach gebracht werden.

Die Feuerwehren aus den umliegenden Dörfern waren mit etwa 50 Kräften vor Ort und konnten mit Hilfe der von Landwirten herangebrachten, mit Wasser gefüllten Güllefässer, das Feuer schnell löschen. Der Wert des verbrannten Getreides wird derzeit auf rund 3000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.