Gut gelungen ist nicht nur die Sanierung des Franziskus-Brunnens auf dem Basilika-Vorplatz: Die Freunde und Förderer der Basilika Vierzehnheiligen haben auch im vergangenen Jahr die Aufgaben in Vierzehnheiligen ideell und finanziell unterstützt. Das stellte Zweiter Vorsitzender Jürgen Kohmann bei der Hauptversammlung am Donnerstag im großen Saal des "Hauses Frankenthal" fest. Kohmann führt den Verein kommissarisch für den erkrankten Altlandrat Reinhard Leutner bis zur regulären Neuwahl im kommenden Jahr.
Geschäftsführer Guardian Pater Heribert Arens berichtete von zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Geschäftsjahr. So konnte die lange anstehende Modernisierung der Licht- und Lautsprecheranlage in der Basilika realisiert werden. Er bezeichnete das Aufflammen der Scheinwerfer als eine zusätzliche Sinfonie in Farbe und Licht. Ein Wermutstropfen seien die Auflagen des Denkmalschutzes: Die Lampen mussten so hoch angebracht werden, dass beim Auswechseln einer Glühbirne keine Leiter mehr ausreiche. Auch der provisorische Zelebrationsaltar im Gnadenaltar solle durch einen künstlerisch gestalteten ersetzt werden. Eine endgültige Fassung liege bereits vor, die auch weiterhin Durchsichtigkeit gewähre und nicht die Barock-Rotunde verdecke. Die Aufstellung des Altars stehe bevor. Ein Spender habe sich auch gemeldet. Die Einführung des Zelebrationsaltars habe sich bewährt, sagte der Pater. Von den 900 Eucharistiefeiern im Jahr würden 800 am Gnadenaltar abgehalten.

Behindertengerechter Zugang


Die Kirchenmusik soll weiter gefördert werden, sagte der Geschäftsführer bei seiner Vorschau auf das kommende Jahr.
Baulich stehe ein behindertengerechter Zugang zur Basilika an. Es sei für Rollstuhl- oder Gehwagenfahrer eine Zumutung, über das unebene Pflaster zu schaukeln. Auch würden Überlegungen angestellt, die Kerzenkammer nach außen zu verlagern. Die räumliche Enge in der Kammer lasse es nicht zu, dass zum Beispiel bei Wallfahrten jeder Teilnehmer seine Kerze entzünden könne. Sie würden gelagert und dann nach und nach angezündet.
Das Stahlgerüst für eine der Turmglocken werde durch einen Glockenstuhl aus Holz ersetzt.
In Erinnerung an den Geburtstag von Basilika-Baumeister Balthasar Neumann vor 325 Jahren werde ein Ein-Mann-Theaterstück von Markus Grimm am 28. September und 12. Oktober in der Basilika aufgeführt. In der für Markus Grimm typischen Mischung aus virtuoser Personendarstellung und poetischer Erzählung lasse er Balthasar Neumann als Mensch und Visionär lebendig werden, sagte Pater Heribert.
Mit einigen Worten schilderte der Guardian des Klosters die Aufgaben der Padres und des Basilika-Teams. Neben den 900 Gottesdiensten im Jahr, den Beichten und Andachten, betreuten sie 180 offizielle Fußwallfahrten, mit teilweise über 1000 Pilgern. Die Padres helfen auch in den umliegenden Gemeinden als Geistliche aus. Die Homepage müsse gepflegt und das Basilika-Heft redaktionell vorbereitet werden. Er dankte dem verlässlichen Team, den Mitarbeitern und allen, die im Hintergrund mithelfen.

Zuwendung nach Bethlehem


Die Aufstellung des Haushaltsplanes durch Schatzmeister Raimund Köhler sah wieder Zuwendungen für die Franziskaner in Bethlehem vor. Pater Heribert machte deutlich, dass die palästinensischen Christen rechtlich keine Wohnungen oder Häuser bauen dürften. Deshalb würden sie bei der Beschaffung von Wohnraum von den Franziskanern unterstützt.