von unserem Mitarbeiter philipp fischer

Vor einigen Jahren stand die Feuerwehr (FFW) Freiberg kurz vor der Auflösung. Es mangelte an Nachwuchs, die Führungspositionen wollte keiner bekleiden. Doch man raufte sich zusammen. Mittlerweile ist die Wehr wieder ein eingeschworener Haufen. Kommandant Sven Wieder lobt den Zusammenhalt und die gute Arbeitsmoral. Diese Harmonie zwischen Alt und Jung sprach sich herum und zahlte sich bei der Jahreshauptversammlung im Eggenbacher Jugendheim aus: Gleich fünf Neuzugänge (bei vorher 21 Aktiven ein Zuwachs um fast 25 Prozent) begrüßten die Floriansjünger um Vorsitzenden Thorsten Wagner.
"Ihr habt die Weichen dafür gestellt, dass es die Feuerwehr Freiberg noch lange gibt", freute sich Bürgermeister Bernhard Storath. Ebenso freudig wies er auf die am 2. März ebenfalls im Eggenbacher Jugendheim stattfindende Auszeichnung der Ehrenamtlichen der Marktgemeinde Ebensfeld hin.
Nicht ganz unbeteiligt war Storath übrigens bei der Nachwuchswerbung: "Mich hat der Bürgermeister animiert, der Feuerwehr beizutreten", verrät Roland Aumüller, der mit Bernhard Ultsch, Florian Eisendraut, Bernd Habermann und Bernd Hemmerlein aufgenommen wurde. Wie sein Neu-Kollege Ultsch ist Aumüller ein hochqualifizierter Mann: Beide besitzen das höchste Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold-rot.
"Ich bin von Klaus Weidmann überzeugt worden, dass der Feuerwehrdienst wichtig ist", sagt der selbst ernannte "spätberufene" Wiedereinsteiger Ultsch.
Ebenfalls vom Fach ist Florian Eisendraut. In der Jugendfeuerwehr Eggenbach ausgebildet, kehrte er nun in die Freiberger Wehr zurück.
Im Gegensatz zu den drei schon länger in und um Freiberg Wohnenden ist Bernd Habermann ein Neuling. Als kürzlich Zugezogener freut er sich nach eigener Aussage darauf, aktiv zu sein, Kontakte knüpfen zu können und durch die geplanten Übungen "fit" zu werden, um in Notfällen helfen zu können.

Nur ein Einsatz im letzten Jahr


2011 musste die Wehr nur einmal ausrücken, als eine Straße überflutet war, erzählt Vorsitzender Thorsten Wagner. "Aber wir sind vorbereitet." Unter anderem habe Klaus Weidmann im vergangenen Jahr die Abzeichen in Bronze und Silber erworben. 2012 wollen sich die Floriansjünger ebenfalls fortbilden. Dazu gehört auch der Umgang mit der technischen Ausstattung. Die ist zwar funktionstüchtig, wie Kommandant Sven Wieder anmerkt, füllte aber bislang das Feuerwehrgebäude komplett. "Wir hatten keine Möglichkeit, uns zusammenzusetzen", erklärt Thorsten Wagner. Nun ist der Neubau eines rund 25 Quadratmeter großen Schulungsraumes, samt sanitären Einrichtungen, in vollem Gange.
Roland Aumüller blickt in die Zukunft: "Das Feuerwehrhaus soll bis zu unserem Lindenfest am 19. und 20. Mai fertig sein." Seit Herbst leisteten die Freiberger dafür bereits viele Arbeitsstunden, denn die Marktgemeinde Ebensfeld stellt nur die rund 25 000 Euro Materialkosten zur Verfügung. Gewiss wird durch den Neubau, den Ausflug im April, die gemeinsame Instandhaltung des Spielplatzes, oder die Übungen die Gemeinschaft in der seit 1901 bestehenden Feuerwehr weiter gestärkt.