Wurzeln, Bauernhaus mit Scheune oder orientalische Bauten als Hintergrund als wichtiges Gestaltungselement für die Geburtsszene: Das gibt es am morgigen Martinimarkt in Weismain und am folgenden Wochenende bei der dritten Krippenausstellung im Schönborn-Saal des Kastenhofes und im angrenzenden Flur der Tourist-Information zu sehen. Aus allen Stilrichtungen stammen die Exponate der Krippenschau. Auch eine Hummelfigurenkrippe ist dabei.
"Am wichtigsten bei der Zusammenstellung ist mir die Vielfalt", sagt Gerhard Fiedler, der die Ausstellung organisiert und bei den Vorbereitungen federführend war. Sein künstlerisches Talent war bisher kaum bekannt, obwohl er in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Krippen gebaut hat. Heuer werden Exponate ausgestellt, die letztes Jahr noch nicht zu sehen waren.


Bilderkrippen aus dem Allgäu

Neben Szenarien im fränkischen Still, alpenländischer oder südtiroler Bauart oder nach orientalischen Vorbild sind Bilderkrippen aus dem Allgäu zu sehen. 120 Stunden Arbeit hat Fiedler in den Bau der Krippe im alpenländischen Stil investiert, die zu den Hinguckern der Schau gehört. Die Krippe mit fränkischem Bauernhaus und angrenzender Scheune als Hintergrund erforderte 90 Stunden Aufwand. Beim Erstellen eines Krippen stalles aus Eiche legte Fiedler besonderen Wert auf das Holz.
Für seine Aktion konnte er weitere Liebhaber gewinnen. Zu ihnen gehören Michael Will und Erwin Herrmannsdörfer. Michael Wills orientalische Krippe ist ein Blickfang, für die er 140 Stunden seiner Freizeit opferte. Sehenswert ist auch die Wurzelkrippe, eine Leihgabe von Georg Ultsch, die Will überarbeitete.
Ein Kunstwerk liegt Erwin Herrmannsdörfer besonders am Herzen: Eine Papierkrippe auf Sperrholz, die er vor 50 Jahren im Alter von erst neun Jahren aus einem Bausatz gefertigt hat. Geht es nach Gerhard Fiedler, könnten die Ausstellungen jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit stattfinden. Gerne würde er noch mehr Krippenliebhaber einbinden.


Weitere Schätze erbeten

Mit ihm als Organisator und Aussteller in Personalunion gehen der Veranstaltung die Exponate nicht so schnell aus. Wer sich noch mit seinen Schätzen an der Krippenschau beteiligen will, wird gebeten, sich bei Gerhard Fiedler, Telefon 09575/7482, Michael Will, Telefon 09575/1458, oder Erwin Herrmannsdörfer, Telefon 09575/1312, zu melden.
Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei. Es wird aber um freiwillige Spenden gebeten, die für die Renovierung der Weismainer Kreuzkapelle verwendet werden. Die Krippenausstellung ist am morgigen Mittwoch während des Martinimarkts von 10 bis 17 Uhr im Kastenhof geöffnet. Am Samstag, 21. November, ist von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag, 22. November, von 13 bis 17 Uhr Gelegenheit, die Veranstaltung zu besuchen.