von unserem Redaktionsmitglied Matthias Einwag




Die Firma Herbst-Logistik beabsichtigt, ihr Logistikzentrum bei Unterneuses zu erweitern. Zusätzlich zu 56 bestehenden Arbeitsplätzen sollen 35 neue Stellen geschaffen werden. Der Erweiterungsbereich umfasst rund 2,4 Hektar und schließt sich in Richtung Niederau an das bestehende Areal an. Der Gemeinderat gab am Dienstagabend mit 16:2 Stimmen grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplans. Dagegen stimmten die SPD-Räte Eveline Zeis und Georg Dusold.
Auf der Grundlage des Änderungsentwurfs, der die Umwandlung ener landwirtschaftlichen Fläche in eine gewerbliche Baufläche regelt, kann nun die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen. Geplant ist der Bau einer weiteren Halle mit Verwaltungs- und Sozialflächen mit ungefähr den gleichen Ausmaßen wie die bestehenden Gebäude. Genutzt werden soll die Halle für Logistik-Dienstleistungen. Hauptkunde ist die IBC Solar AG.
Die Verkehrserschließung ist planungsrechtlich zwar schon erledigt, doch durch die Erweiterung könnte die Kapazität des schmalen Sträßleins erschöpft sein. Eine Aufweitung von 50 Metern der Zufahrt sind im ersten Bebauungsplan schon enthalten, doch das dürfte nicht ausreichen. Der Bürgermeister möchte nun eine Lösung mit allen Beteiligten finden.
Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der die Kinder-, Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit in der Gemeinde fördert, soll forciert werden. Das beschlossen die Räte einstimmig. Ähnlich wie in Redwitz und Burgkunstadt soll dieser Verein von der Gemeindeverwaltung und von Ehrenamtlichen getragen werden, informierte Bürgermeister Bernhard Storath (CSU). 10 000 Euro sind für die Grundausstattung im Haushaltsplan der Gemeinde vorgesehen. "Der Verein muss sich mittelfristig selber tragen", fuhr Storath fort. Durch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit sei der Verein in der Lage, Spendenquittungen an Sponsoren auszustellen. Ob eine Honorarkraft eingestellt werde, sei zu prüfen. Der Verein sei so etwas wie ein Dachverband, der alle anderen Vereinen im Gemeindegebiet nach Kräften unterstützen soll, sagte der Bürgermeister. Das Gremium kam überein, den Satzungsentwurf zu Kenntnis zu nehmen. Eveline Zeis fragte kritisch nach: "Ist so ein Dachverband eigentlich nötig?" Auch Georg Dusold zeigte sich skeptisch, weil man diesem Verein sehr viele Aufgaben draufgepackt habe.


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