Eine süße Stupsnase, der typische Hundeblick und ein vor Freude wedelnder Schwanz. Nicht nur was den Namen angeht, besitzt der sechsjährige Golden Retriever-Mix Sunny das wohl sonnigste Gemüt Bad Staffelsteins. Obwohl der Rüde unglaublich verspielt ist, hat er bereits an mehreren Wettbewerben teilgenommen - sogar ein zweiter Platz in der Beginner-Klasse der Hundesportart Obedience war drin. Doch bis zum Treppchen auf dem Podest war es ein langer und arbeitsreicher Weg.

Seit mehr als vier Jahren sind Sunny und sein Frauchen Anita Manda aus Bad Staffelstein ein Team. Die ersten zwei Jahre lebte der Golden Retriever-Mix bei ihrem Sohn. Aus privaten Gründen musste der sich aber vom Rüden trennen. Seitdem übernimmt Anita Manda die Erziehung des Vierbeiners. Keine leichte Aufgabe, denn Sunny war zu Beginn ungehorsam.


Seitdem die beiden wöchentlich beim Schäferhundeverein in Bad Staffelstein trainieren, ist der Vierbeiner wie ausgewechselt. Sogar die ersten Obedience-Wettbewerbe, die die Vereine in der Region anbieten, hat er bereits bestritten und die Beginner-Klasse hinter sich gelassen. Auch an einer Prüfungen in der ersten Klasse hat er kürzlich teilgenommen - für den Aufstieg fehlt ihm aber noch die Bewertung "vorzüglich".
Die wollen sich Hund und Frauchen bei ihrem nächsten Versuch sichern, wenn die Hundefreunde im Mai nach Bamberg laden.

Aber auch ohne Siege weiß Anita Manda, was sie an ihrem Sunny hat. "Er ist freundlich, arbeitswütig, kinderfreundlich und sehr temperamentvoll. Abends, wenn ich auf der Couch sitze, sucht er die Nähe zu mir."
Ganz ohne Belohnung geht es natürlich nicht. Während dem Training wir Sunny mit Futter und einem Klicker beglückt. Macht der Hund etwas richtig, wird er durch ein Geräusch, das er sich mit der Zeit einprägt, darauf aufmerksam gemacht. Bei den Leckereien muss Anita Manda aber vorsichtig sein, denn Sunny ist Allergiker. Futterzusätze lösen einen Juckreiz aus, durch den sich der Hund an seinen Hinterbeinen leckt. Daher bekommt der Rüde spezielles Futter. Auf seine Schokolade, Hähnchenfleisch, muss er aber nicht verzichten. "Wenn der Kühlschrank bei uns aufgeht, schaut Sunny immer, ob etwas für ihn raus springt", scherzt Anita Manda.

Obedience-Wettbewerbe

Bedeutung
Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet Gehorsam. Bei der Hundesportart geht es um eine exakte Ausführung von Kommandos. Die Obedience setzt sich aus Gehorsam und der Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden zusammen.

Übungen Bei der Prüfung erfahren die Hundeführer wie die Übungen ablaufen. Ein Leistungsrichter bewertet die Ausführung. Die Übungen reichen von Bei-Fuß-Gehen, Sitz, Steh und Leinenführung bis hin zum Apportieren, Sichtkontakt und zu der Geruchsidentifikation anhand von Hölzern.

Voraussetzung Vor der ersten Obedienceprüfung muss eine Begleithundprüfung abgelegt werden. Für die Beginner-Klasse muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein. Das Tier muss in einem Zuchtbuch registriert oder in dessen Anhangregister eingetragen sein.

Klassen Nach dem Verband für das Deutsche Hundewesen gibt es die vier Hundeklassen: Beginner sowie die Klassen eins, zwei und drei. Der Hund steigt eine Klasse auf, wenn er bei einer Prüfung die Bewertung vorzüglich erhalten hat - also mindestens 256 Punkte von 320 erreichte.