Während die meisten Pakete per Post verschickt wurden, haben Vorstand und Geschäftsführung der Handwerkskammer Oberfranken den neun besten Prüfungsabsolventen aus Oberfranken, die ihre Meisterschulen mit hervorragenden oder besonders guten Leistungen absolviert hatten, ihre Meisterpakete persönlich überbracht, wie die HWK berichtet. 

„Schließlich sind diese Jungmeisterinnen und Jungmeister unsere absoluten Aushängeschilder. Symbolisch für alle Meisterschul-Absolventen, wollten wir mit diesen persönlichen Übergaben unsere Wertschätzung für deren Leistungen ausdrücken", erklärt Präsident Matthias Graßmann die Glückwunschaktion. "Wir sind stolz darauf, solch engagierte und leistungsstarke Handwerkerinnen und Handwerker in unseren Reihen zu haben!“

Details zum Werdegang und den Zielen des erfolgreichen Absolventen aus dem Raum Lichtenfels:

Stefan Meiners (Korb- und Flechtwerkgestaltermeister), Ebensfeld

"'Der Meistertitel war für mich zunächst mal eine Pflicht', sagt der 42-jährige Stefan Meiners, 'denn ich benötige ihn für meine neue Tätigkeit als Fachlehrer an der Staatlichen Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung in Lichtenfels.' Dennoch hatte er auch viel Spaß daran, weil er seine bisher erworbenen Fähigkeiten noch weiter ausbauen und verbessern konnte. Bereits im Jahr 2006 legte er an dieser Schule seine Gesellenprüfung ab. Danach zog es ihn in die Schweiz, wo er im Blindenheim Basel zusammen mit sehbehinderten Menschen als Korb- und Flechtwerkgestalter arbeitete und ganz individuelle Kundenaufträge abwickelte.

Parallel dazu unterrichtete er die Korbmacher in einer Berufsschule in Brienz. Mit dem neuen Job zog es ihn und seine Familie nun zurück in die Heimat seiner Ehefrau. Der Meisterbrief, den er nun von HWK-Präsident Matthias Graßmann und dem Lichtenfelser Kreishandwerksmeister Mathias Söllner erhielt, eröffnet Stefan Meiners tolle Möglichkeiten: 'Die Fachschule hat großes Potenzial, das will ich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen weiterentwickeln und stärker ausschöpfen.' Zum anderen möchte er das Flechthandwerk mehr in den Blick der Öffentlichkeit rücken und damit auch attraktiver für den Nachwuchs machen."