Drei Jugendliche posieren auf der Wiese vor Kloster Banz. Sie halten ein Schild mit der Aufschrift "Grüße aus Bad Staffelstein". Eine Fotografin liegt wenige Meter entfernt in der Wiese und lichtet die Gruppe ab. " Ziel der Aktion ist es, dass die Gäste authentisch Werbung für Bad Staffelstein machen", sagt Anne Maria Schneider, Leiterin des Kur- und Tourismus-Service. Wer sich fotografieren lässt, erhält das Bild direkt im Anschluss via Bluetooth oder per Mail auf das Smartphone. Für die Gäste sind die Aufnahmen kostenlos. "Die Fotos werden über das Smartphone an Freunde oder die Familie verschickt, die wiederum sehen, wie schön es hier ist. Viele teilen die Fotos auch auf der Fotoplattform Instagram", erläutert Schneider die Strategie.

Weitere Locations im Jahr 2021

Jette, Angelina und Jan sind heute unterwegs in Banz. "Angelina und ich sind bei unseren Eltern zu Besuch, wir wohnen sonst in München. Jette ist aus Dresden angereist", erzählt Jan. Er findet es toll, eine professionelle Aufnahme zu bekommen und möchte diese später in seinem WhatsApp-Status teilen. Kloster Banz und das Plateau auf dem Staffelberg hat Schneider bewusst für die Aktion ausgesucht. "Die Orte sind stark von Gästen frequentiert", begründet sie die Auswahl. Je nachdem, wie die Aktion läuft, sollen im nächsten Jahr eventuell noch an drei weiteren Locations Fotos aufgenommen werden. "Vierzehnheiligen wird im kommenden Jahr nicht mehr von einem Gerüst eingebaut sein, außerdem denken wir über den Kurpark und die Therme als weitere Fotokulissen nach."

Voller Erfolg am ersten Aktionstag

Kaum sind Jan, Jette und Angelina fotografiert, warten schon die nächsten Gruppen am Weg neben der Wiese, wo Mitarbeiter des Kur- und Tourismus-Service an einem Infostand Fragen zu der Aktion beantworten und Infomaterial verteilen. Insgesamt hatten sich drei Fotostudios für die Aktion, welche die Stadt Bad Staffelstein finanziert, beworben. Das Studio ProMedia hat den Zuschlag erhalten. "Ich finde die Aktion auch als Fotografin klasse - die Gäste stehen in einer super Kulisse und können das Bild sofort losschicken. Heute ist viel los, und an den kommenden Terminen wird bestimmt nicht weniger los sein", freut sich Inhaberin Rosi Jörig.

Die Idee für die Aktion kam Schneider bereits im vergangenen Jahr bei einer Fachtagung im Juni. "Das Thema der Tagung war die Instagrammability. Durch Fotopoints in Städten werden diese aktiv beworben", erklärt Schneider. Auch im Privaten habe sie es oft erlebt, dass Familienmitglieder oder Freunde ihr professionelle Aufnahmen von deren Reisen gezeigt haben. Als Schneider einst selbst in der Hotellerie in Mexiko arbeitete, hat sie außerdem häufig mitbekommen, dass den Touristen professionelle Aufnahmen zum Kauf angeboten wurden.

Aufnahmen auf das Smartphone

Das übergeordnete Ziel der Instagrammability ist es, dass Unterkünfte, Gaststätten oder touristische Einrichtungen über auf Instagram veröffentlichte Fotos beworben werden. "An meiner Idee ist es neu, dass die Gäste die professionellen Aufnahmen von sich an touristisch reizvollen Orten direkt und kostenfrei auf ihr Smartphone bekommen", sagt Schneider.