Als Anke Hagel-Burgstaller mit ihrem Kollegen zum Bamberger Bahnhof fuhr, waren sie lediglich von Sachbeschädigung ausgegangen. Die Bundespolizei hatte sie zur Unterstützung angefordert. Sie will den Täter aufhalten, er springt hoch, mit den Beinen voraus und trifft sie mit voller Wucht. Sie fällt um, verliert ihre Brille und hört, wie der Kollege ebenfalls zu Boden geht. Sie fordert Verstärkung an.

Am Ende waren sieben Polizisten, ein Hund, ein Notarzt und zwei Sanitäter im Einsatz. Ihr Kollege kam mit einer Platzwunde ins Krankenhaus. Der Täter stand unter Drogen, später hat er sich bei ihnen entschuldigt. "Du weißt nicht was kommt", sagt Anke Hagel-Burgstaller. Jeder Einsatz ist anders. Und jeder Polizist hat seine eigene Geschichte.

Gelernt hatte sie Schneiderin, eigentlich ihr Traumberuf. Nach der Ausbildung hätte sie in die Fabrik ans Fließband gemusst. Akkordarbeit. Das war 1989.