Bei der Bundestagswahl kandidieren 34 Parteien, so viele wie nie, darunter Exoten wie "Die Violetten - für spirituelle Politik", die "Partei der Nichtwähler" oder die "Partei der Vernunft". Die meisten werden nicht viel mehr als 0,1 Prozent der Stimmen für sich verbuchen können, weit von einem Einzug in den Bundestag entfernt.

Doch das ist nur eines von vielen Problemen, denen sich kleine Parteien stellen müssen. "Die eigentliche Prozenthürde für die kleinen Parteien ist nicht die Fünf-Prozent-Hürde", erklärt Harald Schoen, Professor für Politische Soziologie an der Uni Bamberg. "Es ist die Prozenthürde, die es zu überwinden gilt, um die Wahlkampfkosten erstattet zu bekommen." Eine Partei muss dafür mindestens 0,5 Prozent der Zweitstimmen bei einer Bundestagswahl erreichen.