Es ist schon etwas Besonderes entstanden mit den neuen Freisportanlagen in Burgkunstadt. Auf der anderen Seite des Gymnasiums und der Realschule entstand ein richtiger Sportpark.

Bei der feierlichen Einweihung war zu erleben, dass die politischen Amtsträger die Möglichkeit nutzten, die Anlage anzusehen, und so mancher mag sich vorgestellt haben, wie das in seiner Kommune aussehen würde. Der Begriff Rasenteppich, auf welchen sich alle aufgestellt hatten, konnte sprichwörtlich genommen werden. Bei den beiden Beachvolleyballfeldern wurden die letzten Arbeiten getätigt und so dem Ganzen der letzte Schliff verpasst.

Gästen aus Politik und Schulen

Da der Landkreis Lichtenfels der Träger der beiden Schulen ist, begrüßte Landrat Christian Meißner eine Vielzahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft und Schulen sowie die beiden Geistlichen Pfarrer Heinz Geyer und Pater Kosma Rejmer. Es sei schön, dass an diesem Tag eine derartige Maßnahme als vollendet bezeichnet werden könne, meinte Meißner. Er erklärte, dass der Landkreis die beiden weiterführenden Burgkunstadter Schulen bereits 2005 übernommen habe und sich seitdem viel getan habe. Schon damals seien die Sportmöglichkeiten ein Thema gewesen, da die vorhandenen Sportanlagen für die große Anzahl an Sportklassen nicht ausreichten. Dazu sei der Wegfall des Rasenspielfeldes der Schule wegen der Hochwasserfreilegung der Stadt Burgkunstadt gekommen.

Daraufhin sei ein Durchführungsbeschluss für den Bau von Freisportanlagen in einer Kreisausschusssitzung vom 18. September 2017 einstimmig gefasst worden. Die Grundlage für die Dimensionierung der Sportanlagen b ildete die Anzahl der Sportklassen (61 für beide Schulen). Es dürfe nicht vergessen werden, dass auch die Obermain-Halle renoviert werden musste, was inzwischen abgeschlossen werden konnte.

Baubeginn im Februar 2019

Der Baubeginn der neuen Anlage war im Februar 2019. "Heute ist festzustellen, dass sich alle Mühen beim Bau der Freisportanlagen gelohnt haben", sagte der Landrat. Und weiter: "Wir haben ein Ergebnis, das überzeugen kann." Festzustellen sei, dass der Landkreis hinter seinen Schulen stehe und sie tatkräftig unterstütze.

Die Schulleiterin des Gymnasiums, Studiendirektorin Lydia Münch, zeigte sich auch im Namen ihrer Kollegin Monika Geiger, Leiterin der Realschule, überglücklich. Die Planungen und Umsetzungen des Projekts mit dem Fachleiter der Schulen Alexander Krebs seien bestens umgesetzt worden. "Wir brauchen Schüler, die sich bewegen und im Sport aktiv sind. So haben sich alle Kosten und Mühen letztendlich gelohnt. Mögen die Spiele beginnen."

Auch Bürgermeisterin Christine Frieß lobte die Freisportanlage. Diese Anlage sei für sie ein Bekenntnis zum weiterführenden Schulstandort Burgkunstadt. Sie sei unbedingt nötig gewesen, um vonseiten der Schulen vernünftig Sport treiben zu können. Die beiden Geistlichen machten deutlich, dass es schon in der Antike Sportstätten gegeben habe, wo es um Sieg oder Niederlage ging. Mit der Bitte um Gesundheit für Leib und Seele versahen sie die Anlage mit ihrem Segen.

Landrat Christian Meißner sagte noch, er habe sich beim Spatenstich des Projektes gewünscht, dass ein Allstarsteam des Kreistages gegen eine Pädagogen-Auswahl Fußball spielt, dies müsse in der Zeit nach Corona unbedingt nachgeholt werden. Stolz verkündete er weiter, was in dies Sportpark alles geschaffen wurde: ein Rasenspielfeld 40 x 50 Meter, eine Laufbahn mit sechs Bahnen und 130 Metern Länge, ein Allwetterplatz 28 x 20 Meter, ein Allwetterplatz 28 x 44 Meter, eine Umlaufbahn mit 200 Metern Länge, eine Finnenbahn (Rundweg mit Hackschnitzelbelag, der dem Gelände angepasst ist und für den Laufsport verwendet wird), eine Weitsprunganlage, eine Dirt-Bike-Bahn und ein Funktionsgebäude für Sport- und Platzpflegegeräte mit zwei kleinen Umkleideräumen, Toiletten und Duschmöglichkeiten; ferner zwei Kugelstoßanlagen und zwei Beachvolleyballfelder, die bei vernünftiger Nutzung auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2,9 Millionen Euro. Besonders sei hier zu erwähnen, dass die Erdarbeiten zur Angleichung des Geländes in hohem Maße nötig waren, so Meißner. Der Dank des Landrats galt neben den Planern und Ingenieuren Kreisbaumeister Stefan Weisser für die Organisation beim Bau der Anlage.