Zu Recht stolz auf eine schauspielerische Glanzleistung durften die mehr als 20 Jungen und Mädchen der Theatergruppe der Mittelstufe des Gymnasiums Burgkunstadt sein. Mit ihrer britischen Komödie "Noblesse Oblige?" landeten sie an zwei Theaterabenden einen großen Publikumserfolg.


Bedeutsame Zeit


Das gesamte britische Königreich erwartet im Sommer 1953 gespannt die Krönung von Elisabeth II. In dieser historisch bedeutsamen Zeit gibt es auf dem Landsitz Paddingham Hall aber noch weitere Aufreger.

Der erst 49 Jahre alte, aber doch etwas mitgenommene Theodore, seines Zeichens Lord Afford Earl of Draindon, hat bei Finanzspekulationen das ganze Geld der Familie verloren. Klar, dass er dies vorerst nicht "an die große Glocke" hängen will, denn man weiß ja: "Noblesse Oblige?" - Adel verpflichtet!"


Es geht drunter und drüber


Aber wozu genau verpflichtet einen die adelige Herkunft? Zum Wahren des äußeren Scheins, der Traditionen, des gesellschaftlichen Status, dessen, was andere von einem erwarten? Kurzum: Dass alles so bleibt, wie es ist? Vermutlich von allem etwas.

Es ist so gesehen nur selbstverständlich, dass es fortan in Theodores Familie geradezu drunter und drüber geht. Seine Frau Florence möchte weiter das (nicht mehr vorhandene) Geld verprassen, die Töchter wollen nicht standesgemäß heiraten und ein Sohn hat sogar vor - pfui - Rennfahrer zu werden.

Und als wäre das noch nicht genug der Aufregung, tauchen auch noch skurrile Freunde, ein unehelicher Sohn und sogar eine Leiche auf. Sich dann noch im Griff zu haben, sprich die Contenance zu wahren, ist keine leichte Aufgabe.


Viel Applaus


"Diese Herausforderung bewältigten unsere Schüler wirklich mit Bravour", lobten nicht nur die beiden Regisseure Christine Hollenbach und Roman Berth. Auch das Publikum in der zweimal voll besetzten Aula des Gymnasiums sparte nicht mit Applaus angesichts all der amüsanten Missverständnisse und des Wortwitzes sowie etlicher köstlich ausgespielter Rollen.