Mit dem Bau der Verbundleitung zum Coburger Ast der Fernwasserversorgung Oberfranken bei Forsthub durch die Stadtwerke Lichtenfels kann nun Zusatzwasser in den Hochbehälter Buch am Forst eingespeist werden. Das teilt die Stadt Lichtenfels mit.

Dieses wird mit dem Brunnenwasser aus den bestehenden Tiefbrunnen Buch am Forst in einem vorgegebenen Verhältnis gemischt. Somit ist sichergestellt, dass die Wasserversorgung und die Löschwasserbereitstellung auch bei dem Ausfall eines Systems in Zukunft quantitativ und qualitativ aufrechterhalten werden kann und wie von den Bucher Bürgern an die Stadt Lichtenfels herangetragen, die Bucher Brunnen erhalten bleiben. Ein positiver Nebeneffekt der Baumaßnahme ist, dass der Härtegrad von ca. 28 °dH (hart) auf ca. 10 °dH (mittel) gesenkt werden kann. 

Durch den Bau der Verbundleitung wurde die Forderung des Wasserwirtschaftsamtes Kronach nach dem Bau eines redundanten Systems für eine zukunftssichere Versorgung des Stadtteiles Buch am Forst erfüllt, sodass diese Lösung vom Freistaat Bayern bei Baukosten von ca. 800.000 € mit mindestens 50 % gefördert wird. So wurden ca. 3750 Meter Wasserleitung verlegt, davon ca 1000 Meter im Spülbohrverfahren in einer Tiefe bis zu 9 Metern. Das Rohr verfügt zudem über eine Leckageerkennung. Ein Pumpwerk ist aufgrund des anstehenden Vordruckes und der Verlegung der Verbundleitung im Bohrverfahren nicht erforderlich.

Die Stadtwerke Lichtenfels werden bis etwa Ende September "das Mischungsverhältnis behutsam anpassen, bis der gewünschte Härtegrad erreicht wird". Während dieser Umstellung können Geruchs- und Geschmacksveränderungen sowie eventuelle Verfärbungen aufgrund von Ablösungen in den Rohrleitungen der Hausinstallation auftreten. Diese seien jedoch hygienisch und gesundheitlich unbedenklich. Die Wasserqualität wird durch ein externes Labor ständig überprüft.