2000 Blutspenden werden bayernweit täglich für die Versorgung von Kranken und Verletzen benötigt - normalerweise kein Problem. "Aber im Moment schrumpft unser Vorrat", sagt Stefanie Sklarzik, Sprecherin des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). "Der Wintereinbruch und die Grippewelle halten die Menschen vom Blutspenden ab."

Während viele Spenderliegen in Bayern leer blieben, ist der BRK Lichtenfels mit dem Spenderaufkommen zufrieden - auch in den Wintermonaten. Auf Nachfrage bestätigt Doris Zullo, Ansprechpartnerin für das Blutspendewesen im Landkreis Lichtenfels: "Beim letzten Blutspendetermin in Burgkunstadt erschienen weniger Spender, in der Stadt Lichtenfels dafür aber mehr." Hier kamen von 320 angekündigten Personen etwa 371, davon durften 350 Blut spenden.


Landkreis ist spendenfreudig

Allgemein sei der Landkreis sehr spendenfreudig, jedoch gingen die Zahlen der Helfer zurück. "Viele langjährige Spender scheiden wegen der Altersgrenze aus. Bei jungen Leuten müssen wir erst das Interesse wecken", erklärt Doris Zullo. Denn vor allem zu den Urlaubszeiten, wenn viele Spender nicht im Landkreis sind, werde dringend Blut benötigt. Grippewellen sorgen vor allem in den Wintermonaten dafür, dass weniger Spender kommen. Trotzdem kamen so im Jahr 2016 3200 Liter Blut im Kreis Lichtenfels zusammen. Die Spenderzahl lag bei etwa 6240, wobei einige abgelehnt werden mussten - die Gründe dafür sind verschieden.


Die nächsten Spendetermine

Die nächsten Spendetermine sind 27. Januar in der Volksschule in Ebensfeld und am 3. Februar in der Grundschule in Weismain. Für junge Leute könnte sich heuer die Erstspende gleich doppelt lohnen. Denn die Hilfe wird mit einem Kinogutschein für die "Neue Filmbühne” in Lichtenfels belohnt. Kommen sogar Gruppen ab zwei Erstspendern, kriegt jeder zum Gutschein noch Nachos oder Popcorn gratis dazu.