Über die Breitbandversorgung in den Ortsteilen Burgstall, Wolfsloch, Thelitz und Gruben diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Siegbert Reuther vom Büro Reuther NetConsulting informierte über die Möglichkeiten einer schnelleren Internetanbindung und stellte sich den Fragen der Räte.

Das Förderprogramm des Freistaates Bayern zur Breitbandversorgung bestehe seit 2012 und ende 2018, so Reuther. Ziel sei eine flächendeckende Minimalversorgung von 30 Megabit pro Sekunde. Der Planer zeigte verschiedene technische Varianten auf und prophezeite, dass das Glasfaserkabel in den kommenden Monaten das beste Übertragungsmedium sein wird. Man könne die Glasfaserkabel direkt bis in die Gebäude verlegen oder aber bis an die Kabelverzweiger.



60.000 Euro Eigenanteil


Letztere Variante, bei der die Versorgung der Gebäude über Kupferkabel erfolgt, sei um etwa 50 Prozent günstiger. Die Räte entschieden sich letztlich auch für diese günstigere Lösung. Der Anschluss der etwa 95 Anwesen kostet der Gemeinde nach Abzug der Fördergelder ein en Eigenanteil von zirka 60.000 Euro.

Auch die Weichen für den Neubau des Gemeindebauhofes hat das Gremium gestellt. Unumstritten sei, dass ein Neubau mehr als notwendig ist, so Bürgermeister Thomas Kneipp,. Das jetzige Bauhofgebäude sei bereits über 35 Jahre alt. In dieser Zeit habe sich viel getan, zahlreiche Fahrzeuge und Maschinen seien angeschafft worden. Daher fehle es überall an ausreichendem Platz.


Neuer Bauhof kostet 866.000 Euro


Der neue Bauhof soll im Gebiet "Marteräcker" an der Kreuzung Burgstaller/Wolfslocher Straße entstehen. Der Gemeinderat beschloss den vorhabensbezogenen Bebauungsplan als Satzung.

Der Neubau besteht aus einer aus Trapezblech gefertigten Fahrzeug- und Lagerhalle sowie einer sogenannten Warmhalle, in der sich Werk- und Arbeitsräume befinden. Ein gemauerter Anbau für Büro- und Sozialräume schließt sich an. Kneipp bezifferte die vom Architekten Ulrich Brähler errechneten Gesamtkosten auf 866.000 Euro.

Die Grüngutannahme werde aus Kostengründen in den nächsten Jahren noch in Burgstall verbleiben, so Kneipp. "Sollten uns die Kosten davonlaufen, könnten Teile des Innenausbaus auch durch das Bauhofpersonal selbst erledigt werden." Der Architekt wurde beauftragt, einen Bauantrag zu stellen. Dann könnten im Januar entsprechende Ausschreibungen vorgenommen werden.

Kneipp rechnet etwa im April 2016 mit dem Baubeginn und im Winter 2016/2017 mit der Fertigstellung des Projekts.

Der Bürgermeister informierte das Gremium über das Ergebnis der Hauptprüfung der Mainbrücke bei Burgstall. Um einen langfristigen Erhalt zu gewährleisten, seien diverse Instandsetzungsmaßnahmen nötig. Die Kosten hierfür werden auf 125 000 Euro geschätzt.


Brandschutz wird verbessert


Während der Herbstferien im November sollen im Schulgebäude Brandschutztüren ein- und eine Fluchttreppe angebaut werden. Die Kosten für die Türen bezifferte der Bürgermeister auf etwa 22.700 Euro, die Treppe mit ist mit 29.000 Euro veranschlagt.

Bei drei Gegenstimmen billigte der Rat die neuen Schließzeiten für die Kindertagesstätte. Kneipp informierte, dass sowohl vom Personal, als auch seitens des Elternbeirates eine dreiwöchige Sommerpause gewünscht werde.

Weiter informierte Kneipp über den aktuellen Stand zur B 173 neu. Entgegen anders lautender Meldungen befänden sich die Verfahrensunterlagen noch in Brüssel. Eine Rücksendung werde Ende 2015 erwartet. Drei bis sechs Monate später sei dann mit einem Planfeststellungsbeschluss zu rechnen.

Abschließend rief der Bürgermeister die Bevölkerung auf, mögliche Unterkünfte für Flüchtlinge an das Landratsamt Lichtenfels zu melden.