Am Sonntagnacht kurz nach 1 Uhr fuhr ein VW aus dem Zulassungsbereich Kronach in Schlangenlinien über die Autobahn in Richtung Coburg. Ein aufmerksamer Fahrer hinter ihm bemerkte dies und verständigte die Polizei. Der Fahrer des VW hatte seinen Pkw offensichtlich nur noch bedingt unter Kontrolle. Er fuhr in Schlangenlinien und stieß dabei fast gegen ein Verkehrszeichen.
Der Zeuge teilte dies der Polizei mit und fuhr dem VW nach, bis dieser in der Prächtinger Straße in Ebensfeld anhielt. Der Fahrer des Passats stieg aus und verschwand torkelnd in einem Haus, dessen Tür von einer Frau geöffnet wurde. Der VW-Fahrer ließ sich dabei auch nicht von dem Zeugen davon abhalten. Die hinzu gerufene Streife stellte die Personalien der Frau fest, die sich als die Freundin des fahrers herausstellte.
Da auf Klingeln und Klopfen bei ihr niemand öffnete, wurde durch die verständigte Staatsanwaltschaft das gewaltsame Betreten der Wohnung angeordnet. Die Wohnungstür wurde durch die Feuerwehr Bad Staffelstein geöffnet. Im Bett konnte dann der alkoholisierte Fahrer festgenommen werden. Dem 36-jährigen Staffelsteiner wurde im Klinikum Lichtenfels Blut abgenommen. Einem freiwilligen Alkomattest widersprach er.
Sein Führerschein und der Fahrzeugschlüssel seines Dienstwagens wurden sichergestellt. Danach wurde der Mann wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. Für mindestens sechs Monate muss er laut Strafgesetzbuch auf seinen Führerschein verzichten. Dazu kommen eine hohe Geldstrafe sowie sieben Punkte in Flensburg, die erst nach fünf Jahren wieder gelöscht werden. Außerdem muss er den Schaden an der Wohnungstür begleichen und den Feuerwehreinsatz in der Nacht bezahlen. pol/tb