Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften wird seit dem frühen Dienstagnachmittag rund um den Bad Staffelsteiner Ortsteil Romansthal nach einem vermissten Mann aus dem Landkreis Hof gesucht. Bis Mittwochnachmittag gab es vom Vermissten allerdings noch keine Spur. Auf eine öffentliche Personenfahndung wird auf Wunsch der Ehefrau verzichtet, so Pressesprecher Jürgen Stadter vom Polizeipräsidium Oberfranken.

Bereits am Freitagabend wurde der 51-jährige Mann der Polizeiinspektion in Hof als vermisst gemeldet, teilte der dortige Pressesprecher Mirko Mutterer auf FT-Anfrage mit. Am Dienstag dann der erste heiße Hinweis aus dem Landkreis Lichtenfels: Das Auto des Vermissten wurde auf einem Parkplatz in Romansthal nördlich des Staffelbergs aufgefunden. "Es ist definitiv das Auto des Vermissten.
Wie es da hin kam, lässt sich derzeit nicht sagen und wäre Spekulation", erklärte Mirko Mutterer am Mittwoch.


Schwieriges Terrain

Nachdem das Fahrzeug aufgefunden wurde, leitete die Polizei am frühen Dienstagnachmittag umgehend eine große Suchaktion mit zweistelliger Anzahl an Streifenbesatzungen, einem Hubschrauber und Personenspürhunden ein. Auch das Bayerische Rote Kreuz hat sich einige Stunden später mit dem Katastrophenschutz und sechs Rettungshundestaffeln an der Suchaktion, die bis nach Mitternacht ging, beteiligt. Am Mittwochmorgen fahndete die Bereitschaftspolizei mit Hochdruck weiter - vorerst aber ohne Ergebnis. Nach Möglichkeit sollen ab Donnerstag auch wieder Suchhunde eingesetzt werden.

Tobias Eismann leitete am Dienstag für das BRK den Einsatz vor Ort. Er war dabei verantwortlich für die Kommunikation zwischen den Hundeführern und stellte entsprechendes Kartenmaterial zur Verfügung. Die Suchgebiete für die Hunde wurden in enger Absprache mit der Polizei festgelegt. Rund 150 Hektar Fläche rund um den Parkplatz suchten die sechs Rettungshundestaffeln aus Coburg und Kronach am Dienstag bis Mitternacht ab.
Die Suche gestaltete sich schwierig - das Terrain am Fuße des Staffelbergs verlangte den Tieren einiges ab. "Wenn man die Wege verlässt, geht es teilweise recht steil herunter", erklärt Tobias Eismann. "Die zweite Schwierigkeit ist der dichte Bewuchs mit einer Höhe von bis zu 1,50 Metern. Da ist dann kaum ein Durchkommen. Die Hunde waren irgendwann total ausgepowert. "


Parallel laufende Suchaktionen

Mit weiteren BRK-Hundestaffeln hätte Eismann die Suchgebiete am Dienstagabend gerne weiter ausgeweitet. Doch die angeforderten Flächensuchhunde aus weiter entfernten Landkreisen waren zum gleichen Zeitpunkt bei einer anderen Vermisstensuche im Kreis Rhön-Grabfeld gefordert. Immerhin konnte dort die vermisste 75-jährige Frau nach neun Stunden wieder wohlauf aufgefunden werden. Parallel laufende Großfahndungen nach Vermissten innerhalb Frankens sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. "Die Tendenz von Vermisstensuchen ist bei uns im Leitstellenbereich Coburg stark ansteigend", sagt Tobias Eismann. "In diesem Jahr war es bereits die siebte Alarmierung, früher waren es im ganzen Jahr vielleicht drei bis fünf."