Vergangene Woche waren die THW-Einsatzkräfte von Dienstag bis Sonntag am See in Ebensfeld tätig. Am Sonntag hieß es dann, die Ausrüstung säubern und auf Vordermann bringen. Am Montag wartete gleich der nächste Einsatz, diesmal am Westsee bei Bad Staffelstein. Das Wasser des Westsees drohte umzukippen. Der THW-Ortsverband Bad Staffelstein kam wieder zum Einsatz. Die Staffelsteiner THWler bauten Pumpen auf, um - genau wie in Ebensfeld - das Wasser mit Sauerstoff anzureichern und ein Fischsterben zu verhindern. Frischwasser wird vom Main in den Westsee befördert. Zusätzlich führen Drucklufterzeuger - eine Art große Fontäne - Sauerstoff hinzu. Wie lang das THW dies noch machen muss, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.


Bei Tag und Nacht

Lorenz Hertel vom THW erklärte, dass zur Entlastung und Unterstützung Kollegen aus Coburg, Bamberg und Forchheim angefordert worden seien. "Der Ortsverband aus Coburg hat uns beim Aufbau unterstützt", sagte er. Die Kollegen aus Coburg brachten einen Stromerzeuger mit 75 Kilovoltampere.

Der Forchheimer Ortsverband hat "Hannibal" mitgebracht. Das ist eine Wasserpumpe, die 5000 Liter Frischwasser pro Minute in den Westsee befördert. Um das Frischwasser vom Main in den See zu transportieren, wurden zwei Pumpstellen eingerichtet. An der ersten Station, an der sich "Hannibal" befindet, werden 15 000 Liter pro Minute in den See gepumpt, während an der zweiten Pumpstelle 9000 Liter pro Minute befördert werden.

Hertel wies darauf hin, dass das THW derzeit tagsüber mit acht Personen, bestehend aus drei Zugtrupps und fünf Betreuern, für die Aggregate und Wasserpumpen vor Ort sei. Die Nachtschichten bestehen aus jeweils sechs Personen, aus zwei Zugtrupps und vier Betreuern. Die Aggregate müssten nach einer gewissen Zeit betankt werden, fährt er fort, und falls es regnen sollte, müssten die Maschinen rechtzeitig abgedeckt werden.
Jeweils in Stundenfrist würden Wasserproben entnommen und die Werte überprüft. Lorenz Hertel gibt sich zuversichtlich: "Die Werte haben sich gebessert, also ein Erfolg ist zu erkennen."

Die Angler sind ebenfalls voller Hoffnung: Rainer Völker, Mitglied bei der Pachtgemeinschaft Westsee, sagte, dass der Fischbestand ausgeglichen sei und dass es keine überzählige Fischart gebe. "Wir hoffen, dass die Fische überleben und keinen Schaden genommen haben", sagte Völker.