In der vergangen Zeit hat eine Frau einen Brief einer angeblichen Rechtsanwalts- und Notarkanzlei aus Hamburg erhalten. Hierin wurde ihr mitgeteilt, dass sie bei einer Gewinnverlosung von Kaufhäusern einen Betrag von 59 000 Euro gewonnen hat. Sie sollte sich wegen der Übergabe des Geldes an eine angegebene Hamburger Telefon-Nummer wenden, was sie auch tat. Hierbei wurde sie von dem angeblichen Rechtsanwalt aufgefordert, einen nicht geringen Geldbetrag zu überweisen, um Zollformalitäten zu erledigen, da sich das Geld in der Schweiz befindet und von dort aus ausgeführt werden muss. Da die Frau nicht gleich darauf einging, wurde sie mit einer angeblichen Notarin verbunden, die ihr die Richtigkeit des Gewinns bestätigte.

Die Geschädigte beharrte jedoch darauf, dass ihr das Geld persönlich übergeben wird. Kurz darauf meldete sich ein Mann bei ihr telefonisch, der mit der Geldübergabe beauftragt wurde und es wurde ein Übergabetermin vereinbart, der jedoch von dem Anrufer nicht wahrgenommen wurde. Als die Frau deshalb nochmals bei dem Rechtsanwalt anrief und nachfragte, wurde dieser ungehalten und erklärte, dass nie ein Übergabetermin vereinbart wurde. Sie sollte jetzt noch mehr Geld überweisen. Nach einem Streitgespräch legte der angeblich Rechtsanwalt dann auf.

Die Polizei weißt die Bevölkerung nochmals darauf hin, dass solche Gewinnversprechen, ob sie telefonisch oder per Post mitgeteilt werden unseriös sind und nur der Abzocke dienen. Es sollen keinerlei persönliche Daten und Kontodaten preisgegeben werden. Die versprochenen Gewinne werden nie ausgezahlt, sondern die Geprellten sind ihr Geld los, wenn sie Überweisungen an diese Firmen für zoll- oder verwaltungsrechtliche Tätigkeiten vornehmen. Betroffene, die solche Mitteilungen erhalten, sollen sich, bevor sie irgendwelche Handlungen durchführen, mit der Polizei in Verbindung setzen.