Lange haben die Staffelsteiner gewartet, nun ist es soweit: Die Bauarbeiten an der Lärmschutzwand auf der A73 zwischen den Anschlussstellen Bad Staffelstein-Kurzentrum und Bad Staffelstein beginnen. Im Mai sah es noch so aus, als würde die Errichtung der Lärmschutzwand noch lange auf sich warten lassen: Ein Staffelsteiner Bürger hatte gegen das Projekt vor Gericht geklagt, weil er seine Interessen nicht genügend berücksichtigt sah. Durch die Klage des Bürgers musste der Bau erst einmal geschoben werden. Die Prüfung der Richter brauchte Zeit.

Doch jetzt ist es soweit, und dafür muss bis einschließlich Samstag, 31. Oktober, ein Fahrstreifen zwischen den beiden Anschlussstellen in Fahrtrichtung Bamberg gesperrt werden. Der Verkehr in den Anschlussstellen soll ganz normal weiterlaufen. Dies teilte die Dienststelle Bayreuth der Autobahndirektion Nordbayern mit. "Auf einer Länge von rund 1600 Meter wird eine durchgehende Lärmschutzwand entlang der Westseite der A 73 errichtet. Die Wand hat eine Höhe zwischen 2,5 Meter und fünf Meter." Bereits im März hatte die Regierung von Oberfranken den Plan für den Bau nachträglicher Lärmschutzeinrichtungen an der A 73 genehmigt. Die Baukosten betragen rund 1,9 Millionen Euro.

Seit Ende Juli werden für den Bau der Lärmschutzwand Vorbereitungen getroffen. "Der erste Abschnitt, nördlich der jetzigen Stelle, wurde bereits gemacht. Dieser Abschnitt konnte über einen Parkplatz befahren werden, deswegen wurde der Verkehr nicht beeinträchtigt", erklärt Manfred Kohler, Projektleiter für den Bau der Lärmschutzwand.


Baubeginn wurde verschoben

Beim Bau des zweiten Abschnitts wird der Verkehr auf der A73 beeinträchtigt, weil direkt neben der Fahrbahn gebaut wird. Die benötigte Sperrung war eigentlich schon für Ende August geplant. "Die Baufirma hat die Arbeiten anders eingetaktet, wie wir es wollten", sagt Kohler. Deshalb musste der Bau nach hinten geschoben werden.
Bei der Wand aus Fertigteilen handelt es sich um eine Betonkonstruktion mit einer lärmabsorbierenden Ausführung zur Fahrbahnseite. Die Wand soll schließlich das Zentrum von Bad Staffelstein vor dem Verkehrslärm schützen. Die Rückseite wird mit einem Holzlattengerüst verkleidet. Die Elemente auf der Brücke werden aus transparentem Acrylglas eingepasst.

Zunächst müssen Betonbaupfähle mit 70 Zentimeter Durchmesser in den Boden eingelassen werden. Sie bilden das stabile Grundgerüst. "In dieses Fundament werden die Stahlpfosten einbetoniert und die vier Meter großen Platten daran angeschraubt", beschreibt Kohler die Vorgehensweise. Der zweite Abschnitt sei insgesamt rund 350 Meter lang. Die Zeit bis Ende Oktober werde dafür jedoch komplett gebraucht.


Beschränkung auf 80 km/h

Neben einer Fahrbahnsperrung muss auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung ausgewiesen werden - zur Sicherheit der Arbeiter. "Die Autofahrer sollen bitte vorsichtig fahren", appelliert Kohler.