Weg mit den Extra-Gebühren fürs EBN- und HOH-Kennzeichen!

Da greift sich sogar die Sandsteinfigur am rechten Bildrand an den Kopf. Vor dem alten Hassfurter Rathaus ist eine Fahne mit dem HAS-Kennzeichen aufgezogen, wobei HAS bekanntermaßen für den Landkreis Hassberge stehen soll...
Fahne-Hassfurt
Foto: Hablohablo
Da greift sich sogar die Sandsteinfigur am rechten Bildrand an den Kopf. Vor dem alten Hassfurter Rathaus ist eine Fahne mit dem HAS-Kennzeichen aufgezogen, wobei HAS bekanntermaßen für den Landkreis Hassberge stehen soll.

Das kann keinem Zeiler, auch keinem Eltmanner und erst recht keinem Hofheimer oder Eberner Bürger gefallen.

Hassfurt macht sich noch immer das Kfz-Kennzeichen-Kürzel HAS zu eigen – und definiert, wie auf der Fahne ersichtlich, die Bedeutung HAS für „Hassberge“ zu „Hassfurt“ um.

Zur Erinnerung: Die Wiedereinführung der Kennzeichen EBN und HOH wollte man im Jahr 2013 mit dem Argument verhindern, HAS würde „Hassberge“ versinnbildlichen. Doch schon damals benutzte man in Hassfurt die Buchstaben HAS ausschließlich fürs eigene Stadtmarketing.

Schwamm drüber. Doch: Kann man wirklich – angesichts der fortgesetzten Inanspruchnahme von HAS fürs Hassfurt-Marketing – Gebühren für die Ausgabe von EBN- und HOH-Kennzeichen erheben?

Entspricht das dem allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz? Muss man nicht auch fürs Hassfurter HAS-Kennzeichen die Kfz-Wunschkennzeichengebühr erheben?

Oder ist es nicht gerechter, für EBN- und HOH-Kennzeichen ebenso auf die Zusatzgebühr zu verzichten? Ich meine, ja: Weg mit den zusätzlichen Gebühren für die Kennzeichen EBN und HOH.

Nur wenn nach den ersten drei Buchstaben HAS, EBN oder HOH eine bestimmte Buchstaben- und Zahlenkombination erfolgen soll, dürfte eigentlich die Gebühr für ein Wunschkennzeichen erhoben werden. Fürs bloße HAS, EBN oder HOH aber nicht!