Ziegelerden

Suchhundeführer der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing trainieren in Schweden und Finnland

Kronach/Stockholm/Turku (bu) Drei Länder, sechs Städte, zwölf Trails: Die Hundeführer der Kronacher Arbeitsgemeinschaft Mantrailing sind für außergewöhnliche Events bekannt. Manfred Burdich, Chef der Rettungshundestaffel Kronach und Leila Altmann mit Azubi-Hund Barney tasteten sich an die Grenze des...
Foto: 117861
Kronach/Stockholm/Turku (bu) Drei Länder, sechs Städte, zwölf Trails: Die Hundeführer der Kronacher Arbeitsgemeinschaft Mantrailing sind für außergewöhnliche Events bekannt. Manfred Burdich, Chef der Rettungshundestaffel Kronach und Leila Altmann mit Azubi-Hund Barney tasteten sich an die Grenze des Machbaren in der Vermisstensuche heran. In drei Tagen suchten sie mit ihren Hunden Lupita und Barney in drei Ländern und sechs Städten insgesamt zwölfmal nach „vermissten Menschen“. Gott sei Dank natürlich nur zu Trainingszwecken und ohne den Spass dabei zu verlieren.

"Das besonderes Augenmerk", so Manfred Burdich "war natürlich auf potenzielle und tatsächliche Stressfaktoren für die Hunde gerichtet!". Denn natürlich sollen die Hunde diesen Trail-Marathon ausnahmslos als positiv empfinden. Burdich weiter: "Ein Hund, der keinen Spass bei der Arbeit hat, wird auch keinen guten Job verrichten. Das ist bei uns Menschen ja auch nicht anders."

Der Suchhundemarathon fing in der westfinnischen Kleinstadt Töysä an. Früh um sechs durfte als erste die Golden Retriever Hündin Lupita von Manfred Burdich in den Wäldern um Töysä auf die Suche gehen. Eine schöne Aufwärmübung, bei der man die nahezu zehn Lebensjahre der Hündin gar nicht bemerkt. Abends dann hat sich Barney mit ein paar Suchspielen rund um die Burg der südwestfinnischen Hafenstadt Turku bewiesen - mit Bravour übrigens. Barney - ein fünf Monate alter Berner Sennenhund ist aktuell der jüngste Azubi in der Rettungshundestaffel Kronach. Er wird nach und nach an größere Suchaufgaben herangeführt. Der Hafen mit seinem regen Treiben und den besonderen Gerüchen, die Möwen, die den Schiffen auf der Ostsee folgen und die frische Seeluft - das waren besondere Herausforderungen, denen sich dann wieder Lupita stellen musste.

Erholung für Mensch und Tier garantierte dann die nächtliche Überfahrt mit der Fähre von Finnland nach Schweden. Die Suchhundeübungen am Norra Hammarbyhamnen und im Stadsgården der schwedischen Hauptstadt Stockholm waren wohl die größte Herausforderung für die beiden Hunde. Stockholm scheint eine Stadt zu sein, die nie schläft. Mit dem besonderen Flair einer skandinavischen Großstadt sorgte reges Treiben in der Stadt für eine unwahrscheinliche Ablenkung bei der Sucharbeit. Und dennoch: Manfred Burdich und Leila Altmann waren mit der Leistung ihrer Vierbeiner zufrieden.

650 Kilometer und sieben Autostunden später führten die Trails in der südschwedischen Kleinstadt Trelleborg zum wohl angenehmsten Ziel nach einem langen Tag: In einen schwedischen Biergarten. "So viel Entspannung muss sein", zeigte sich auch Leila Altmann überzeugt. "Denn am nächsten Tag steht noch Rostock auf dem Programm, eine weitere Herausforderung für Mensch und Hund". Aber das haben Zwei- und Vierbeiner dann auch noch geschafft.
Verwandte Artikel