Schützenverein A. Hofer auf dem besten Weg zur Quali für die 2.Liga

Der fünfte Wettkampftag der Bayernliga war verteilt auf die zwei Wettkampforte Neumühle bei Amberg und Oppersdorf bei Regensburg. In Neumühle trafen die Andreas Hofer Schützen auf die Holzhammer Schützen und den Gastgeber...
Der fünfte Wettkampftag der Bayernliga war verteilt auf die zwei Wettkampforte Neumühle bei Amberg und Oppersdorf bei Regensburg. In Neumühle trafen die Andreas Hofer Schützen auf die Holzhammer Schützen und den Gastgeber. Nur mit einem Sieg gegen die punktgleiche drittplazierte SG Neumühle würde Sassanfahrt den 2.Platz sichern und damit seine Chance wahren, weiterhin von der Relegation zur 2.Bundesliga zu träumen. Diese Brisanz sollte das Aufeinandertreffen dieser Teams entscheidend prägen. In Oppersdorf mußte sich der zweite Konkurrent um den Relegationsplatz Tell Laaber mit Schlußlicht Hofer Fuchsmühle und „Tiefes Tal“ Oppersdorf messen. Tell Laaber gewann mit einer mäßigen Vorstellung glücklich mit 4 : 1 gegen das Schlußlicht und setzte damit Neumühle und Sassanfahrt mächtig unter Druck. Jeder Schütze begann übervorsichtig und beobachtete nebenbei über die elektronische Anzeige die einzelnen Schüsse seines Gegners. Damit war der Kopf nicht frei und hüben wie drüben passierten leichte Patzer. Kleine Auszeiten wurden genommen. Der Sitz von Jacken und Hosen wurde nervös kontrolliert. Mit Beginn der 2.Serie hatten sich dann fast alle stabilisiert und besonders die Konkurrenten auf den Positionen 1 -3 zeigten ein dramatisches Spektakel. Mal führte ein Neumühler hauchdünn, dann wieder ein Sassanfahrter. Auf den Positionen 3 und 4 knackten inzwischen mit den zweiten Serien Christian Holland und Daniela Jäkel den Widerstand ihrer Gegner, bauten ihre Führung mit guten Ergebnissen aus und gewannen klar mit 388 zu 378 bzw. 386 zu 376 Ringen. Damit lag Sassanfahrt mit 2 : 0 vorne. Nummer 3 Lena Friedel konterte die leichte Führung von Kevin Knott mit einer 98 –ziger Serie und schnappte ihm mit 391 zu 390 Ringen den Sieg weg. An der Spitzenposition raubte dann Sebastian Drawert mit zwei 99-ziger Serien Julia Helgert den letzten Nerv und distanzierte sie dann mit 393 zu 389 Ringen. Neben ihm war Teammitglied Stephanie Friedel schon auf der Zielgerade eingebogen, als sie von Lisa Sennfelder noch eingefangen wurde und ausglich. Mit 389 zu 389 Ringen mußten nun beide ins Stechen. Die Spannung war aber schon draußen – Sassanfahrt führte schon uneinholbar mit 4 : 0.
Mit dem zweiten Stechschuß gewann Lisa und Sassanfahrt siegte mit 4 : 1. Anschließend quälte sich Spitzenreiter Hubertus Kastl zu einem 3 : 2 Sieg über den Tabellvorletzten Holzhammer. Dieses Team war Sassanfahrts nächster Gegner. Trainer Peter Friedel warnte seine Leute – diese Mannschaft ist unbequem. Aber bis auf Sebastian schien das niemand ernst zu nehmen. So starteten die anderen vier für ihr Niveau fast unterirdisch. Der Trainer nahm sie nacheinander aus dem Stand und stellte sie neu ein. Nun lief es auf den Positionen 1 -3. Nicht jedoch auf 4 und 5. Christian Holland knickte zum Schluß richtig ein und verlor mit 378 zu 380 Ringen. Und Daniela Jäkel konnte gerade noch einen Ring zum 372 zu 371 Sieg hinüber retten. Wäre nicht der bärenstarke Schlussspurt der anderen drei gewesen, so wäre der „Schuß nach hinten“ losgegangen. So reichten die Siege von Sebastian ( 394 ), von Stephanie ( 389 ) und von Lena ( 392 ) doch noch zu einem Mannschaftssieg von 4 : 1. Sebastian bleibt weiterhin mit einem Durchschnitt von 393,3 Ringen pro Wettkampf der Spitzenschütze in der Bayernliga. Da Neumühle anschließend auch den Kampf gegen Hubertus Kastl verlor, hat Sassanfahrt nun 4 Punkte Vorsprung und könnte die Qualifikation zu den Aufstiegswettkämpfen erreichen. Dies war zu Saisonbeginn nicht voraussehbar gewesen.

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