Neue Studie: Gefahr lauert in Dörfern und Kleinstädten

Fortschritte bei der Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer noch akute Defizite gibt, was die gesellschaftliche Akzeptanz von gleichgeschlechtlich orientierten Frauen und Männern angeht...
Foto: RitaRue
Fortschritte bei der Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer noch akute Defizite gibt, was die gesellschaftliche Akzeptanz von gleichgeschlechtlich orientierten Frauen und Männern angeht.

So erreichen uns erschreckende Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich: Der „Mirror“ berichtete am 23. Juni 2015 über eine neue Studie der Universität Leicester. Darin belegt Dr. Stevie-Jade Hardy, dass in Großbritannien vielen Lesben, Schwulen und Transgendern Hass und Kriminalität entgegenschlagen. Mobbing, Belästigungen und Beschimpfungen gehörten mancherorts zum Alltag.

Besonders seien Menschen in ländlichen Gebieten betroffen. Manche haben sogar Angst, ihr Haus zu verlassen. Viele trauten sich nicht darüber zu reden, denn sie fürchten, die Polizei würde sie nicht ernst nehmen. Andere wollen nicht, dass ihre Familie von ihrer Orientierung erfährt. Täter seien meist Jugendliche, die mit abfälligen Beschimpfungen beginnen, im Eskalationsfall würden sogar die Häuser der Betroffenen verwüstet.

Laut „Mirror“ wird in Großbritannien die Dunkelziffer auf jährlich 35.000 Fälle geschätzt. Daher sollen Schwule und Lesben nun mittels einer Kampagne dazu befähigt werden, aktiv gegen kriminelle Attacken vorzugehen und sie öffentlich zu machen. Das Motto lautet: „Recognise it Report it“ – „Mach dir klar, was passiert ist und melde das“. Rückendeckung gibt es u.a. von der britischen Gleichstellungsministerin, Nicky Moregan.

Quelle: Mirror