Pommersfelden
Leserbrief

Leserbrief zum kleinen Riesen Pommersfelden

Rolf Ochs aus Pommersfelden zu den Äußerungen von Bürgermeister Hans Beck im Artikel: "Kleiner Riese Pommersfelden".
In dem Artikel "Kleiner Riese Pommersfelden" war zu lesen, wie kunstvoll, interessant und natürlich die Gemeinde Pommersfelden ist und dass der derzeit amtierende Bürgermeister, Hans Beck, auf diese Entwicklung sehr stolz sei. Die Landschaft wird in ihrer Schönheit (und dies zu Recht) hervorgehoben und mit der Schönheit der Fränkischen Schweiz, dem Steigerwald und den Haßbergen verglichen. Als "kunstvoll” und "natürlich” wird auch die gelungene Attraktivität des Zusammenspiels von Wohn- und Gewerbestandort genannt.

Mich als Bürger von Pommersfelden irritiert es etwas, das alles zu lesen, hieß es doch vor einiger Zeit noch, dass es durch den Weggang einiger Gewerbetreibender, nicht gut bestellt sei um die Infrastruktur in Pommersfelden.
Im Amtsblatt vom September diesen Jahres war davon die Rede, dass die Bäckerei Burkard Pommersfelden wohl verlassen wird, weil einige Bürger sich gegen den Bau einer geplanten Erweiterung der Produktion im "kunstvoll”, "interessanten” und "natürlichen”Inneren des Ortes aussprachen, obwohl zwei Alternativstandorte vorhanden gewesen wären. Einer davon wäre in der Nähe von Grundschule und Kindergarten gewesen und hätte dort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einem höheren Verkehrsaufkommen und einer erhöhten Gefahr für unsere Schulkinder geführt.

Es war in diesem Zusammenhang auch zu lesen, dass der Schwager des Bürgermeisters (Robert Burkard) nicht im "kunstvoll,interessanten und natürlichen” Ort eine Produktionshalle errichtet, weil es dort Menschen gibt, die sich diese natürliche und sehr schöne Wohnsituation erhalten wollten und die sinnvolle Nutzung des Gewerbegebiets vorschlugen, dies aber aus "unternehmerischen Gründen” nicht in Frage kam (die neue Produktionshalle hätte diese Maße gehabt: ca. 70 m lang ,ca. 30 m breit und ca. 9,5 m hoch. Dies wäre bestimmt eine interessante "Verschönerung" der Schlossnachbarschaft gewesen). Hinzu kommt noch, dass das Schlosshotel seine Türen auf unbestimmte Zeit schließen wird. In diesem Zusammenhang wurde vom amtierenden Bürgermeister Hans Beck eine "traurige Zukunft” für Pommersfelden prognostiziert (Amtsblatt 09/2013).

Für mich stellt sich die Frage, was nun richtig ist. Gibt es einen Grund, auf eine Entwicklung stolz zu sein, auch wenn dieser eine traurige Zukunft prognostiziert wird? Oder kann man den Bürgermeister so interpretieren, dass er nicht mehr zur Wahl im Herbst 2014 antreten wird und Angela Nusser seine Unterstützung angedeihen lässt, welche sich schon bei der ersten Infoveranstaltung der Bäckerei Burkard für den Erhalt der natürlichen Landschaft und des beeindruckenden Gesamtbildes Pommersfelden ausgesprochen hatte, das sie mit den Augen einer Kunsthistorikern sieht und Fachkompetenz und Naturverbundenheit vereint?

Von Rolf Ochs aus Pommersfelden