Bamberg
Leserbrief

Leserbrief zum Artikel: Kampf um Windmühlen

Der Bericht von Günter Flegel "Kampf um Windmühlen" zeigt wieder einmal, mit welchem Fanatismus die Verfechter der "Energiewende" ihre Ziele verfolgen.
Symbolbild: Archiv
Symbolbild: Archiv
Für den gestressten Bürger, der am Wochenende dem Getriebe entfliehen und sich im (Staats)Wald erholen will, gibt es kein Problem, "weil hier die Auswirkungen auf das Landschaftsbild klein (!!) und die Abstände zu den Siedlungen groß sind" - so in dem Artikel! Der Wald - eine riesige Produktionsstätte von Strom! Selbst Naturparks, jahrelang sorgsam gehegt, sind nicht mehr tabu.

Kein Wort des Bedauerns über die (Zer)Störung des Landschaftsbildes durch Horden von 200 Meter hohen Giganten, die "jeden Horizont kapern" (Enoch zu Guttemberg). Kein Wort über die Wunden, welche dabei dem Wald geschlagen werden: Eine 190 Meter hohe Windmühle benötigt eine Stellfläche von mindestens einem Hektar (Waldbrandgefahr!). Das Fundament verschlingt 4000 Tonnen Beton. Dazu kommen ein Netz von befestigten 5,50 m breiten Wegen, die im Winter geräumt werden müssen und zusätzlich Trassen für Erdkabel.
Und wozu der Aufwand?

Die hohen Pachteinnahmen, welche man sich von den 1000 Windmühlen verspricht, die in Bayerns staatliche Wälder "gepflanzt" werden sollen, sind letztlich Steuergelder.

Energiewende? Alle unsere 23.000 WKAs erzeugten 2011 mit acht Prozent des Stromverbrauchs nur klägliche 1,3 Prozent (Quelle: Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) der Gesamtenergie, die wir (ver)brauchen. Und zu welchem Preis!

Karl Rahm, Kronach

Hier finden Sie den Ausgangsartikel "Kampf um Windmühlen".