Höchstadt
Meinung

Leserbrief: Schlechte Organisation beim Michl Müller-Auftritt in Höchstadt?

Genzel Ralf hat zum Auftritt von Michl Müller in der Höchstadter Aischtalhalle einen Leserbrief verfasst. Seiner Meinung nach war die Veranstaltung vor allem für Menschen mit Gehbehinderung nicht gut organisiert. Auch den Veranstaltungsort kritisiert Genzel.
Michl Müller war wieder einmal in Bestform. Foto: Evi Seeger
Michl Müller war wieder einmal in Bestform. Foto: Evi Seeger
Michl Müller hat zweifelsohne überragende Fähigkeiten als Kabarettist, mir geht es aber um gewisse Begleiterscheinungen.

Menschen zum Beispiel mit (Geh)-Behinderung, die ihre Plätze auf der Tribüne hatten, dürften sich gewundert haben, daß sie die erhöhte unterste Stufe überwinden/ überklettern mussten, da bereits am Einlass penibel darauf geachtet wurde, dass der obere Zugang offensichtlich nur für gute Bekannte zugänglich war. Menschen mit Gehhilfen wurden von überforderten "Ordnern" auf eine unsägliche Hindernisbahn geleitet.

Abgesehen davon ist nicht zu verstehen, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt in einer Turnhalle stattfinden musste oder durfte, wo man doch in der Eissporthalle die weit besseren Voraussetzungen, auch bezüglich der Einhaltung der Versammlungstättenverordnung, haben dürfte.
So aber mussten ortsfremde Gehbehinderte verzweifelt nach separaten Parkplätzen suchen, die Stufen auf der Tribüne mutierten zu unbeleuchteten Stolperfallen während der Verdunkelung. Und ob die Bestuhlungsanordnung im Notfall den Anforderungen gerecht geworden wäre, darf zumindest angezweifelt werden.