Bamberg
Leserbrief

Leserbrief: Nur die halbe Wahrheit zum verkaufsoffenen Sonntag

Leserin Ina Kudlich äußert sich in einem Leserbrief zum verkaufsoffenen Sonntag in der Bamberger Innenstadt.
Verkaufsoffener Sonntag in Bamberg. Foto: RiegerPress
Verkaufsoffener Sonntag in Bamberg. Foto: RiegerPress
Der wohlfeile Bericht über den verkaufsoffenen Sonntag in Bamberg gibt traditionell nur die halbe Wahrheit zum Besten. Die Herren Stieringer & Co werden sich hüten, an solchen Tagen einen Blick in die echten Nebenlagen zu werfen, damit lässt sich's nämlich nicht so einfach profilieren. Hauptsache die Fußgängerzone platzt wieder einmal aus allen Nähten - ein anderes Kriterium vermag den Horizont des Stadtmarketings scheinbar nicht mehr zu erhellen.

Wenn die Massen an einem solchen Tag dermaßen in die Innenstadt strömen, um die Gastronomie und den Einzelhandel vermeintlich so zu beglücken, mag die Forderung eines zweiten Verkaufsoffenen Sonntags im Frühling berechtigt sein. Neben der Frage wer ihn wirklich braucht, muss dann aber auch die Frage gestattet sein, mit welcher Massenveranstaltung in der Innenstadt man bereit ist, diesen zu tauschen? Bescheidenheit mag dem Charakter eines Managers widersprechen - dem Charakter einer Stadt wie Bamberg würde es von Zeit zu Zeit nur gerecht.

Und ehrlich gesprochen: Von allen Großereignissen, die das Stadtmarketing zu verantworten hat, geht dieser Spuk doch recht glimpflich an denen vorbei, die sich an den Massen samt Begleiterscheinungen, nicht so ergötzen können.

Ina Kudlich aus Bamberg, der Leserbrief bezieht sich auf den Artikel: Klingende Kassen - Goldener Tag in Bamberg vom 12. Oktober 2014.