Kulmbach
Leserbrief

Leserbrief: Nach Kita-Brand - Warum die Mamas traurig sind

Bis zum Donnerstag ging der zweijährige Elias in den Paul-Gerhardt-Kindergarten. Bis das Feuer dort alles zerstörte. Leserin Claudia Hahn gibt ihm ihre Stimme und beschreibt, was der Brand für die Kinder und ihre Mamas bedeutet.
Nach dem Brand blieben vom Paul-Gerhardt-Kindergarten nur verkohlte Trümmer übrig.  Foto: Alexander Hartmann
Nach dem Brand blieben vom Paul-Gerhardt-Kindergarten nur verkohlte Trümmer übrig. Foto: Alexander Hartmann
Ich muss mich erst mal vorstellen: Ich heiße Elias, werde im Dezember drei Jahre alt uns besuchte bis gestern den Paul-Gerhardt-Kindergarten.

Aber heute Morgen war alles anders!

Als meine Mama mich in den Kindergarten bringen wollte, war ich total begeistert, denn als wir dort ankamen, waren da ganz viele Feuerwehrautos, Blaulichter, Feuerwehrmänner, Polizei. Aber zum Kindergarten konnten wir nicht, so viel Rauch...

Die Mama von Toni, meinem Kindergartenfreund, hat uns zu sich her gewunken, Mama hielt bei ihr an. Ich verstand leider nicht, was sie redeten, aber sie waren plötzlich so traurig.

ALLES WEG! Wie ALLES? Ein ganz großes Feuer hatte den Kindergarten zerstört. Um meine Hausschuhe machte ich mir keine großen Sorgen, die zog ich eh ungern an.

Aber was ist mit den Spielsachen, die Spielzeugautos, die Bücher, die uns Melanie, Beate und Johanna immer vorgelesen hatten, die Musik, unser Morgenkreis, unser Frühstücksraum, wo ich jeden Tag meine Banane gegessen hatte, die Brettspiele, die Fahrzeuge draußen im Garten, die Bälle, und noch vieles mehr einfach weg?

Jetzt verstehe ich, warum die Mamas so traurig sind.....

Leserin Claudia Hahn verarbeitet in ihrem Leserbrief den Brand im Paul-Gerhardt-Kindergarten.
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