Pettstadt
Lesermeinung

Leserbrief: Kampfhunde sind kein "Ungetier"

Unsere Leserin Franziska Bayer kritisiert, dass Kampfhunde als "Ungetier" bezeichnet wurden.
Foto: Franziska Kraufmann/dpa (Archiv)
Foto: Franziska Kraufmann/dpa (Archiv)
Im Artikel zur Erhöhung der Hundesteuer im Gemeindegebiet Pettstadt bezieht sich der Autor unter anderem auf sog. "Kampfhunde" und hofft, dass "auch in Zukunft kein Pettstadter solch Ungetier sein Eigen nennt". Dies ist verunglimpfend und strotzt vor Unwissenheit. Die in heutiger Zeit auf Rasselisten geführten Hunde sind bei Weitem nicht die Spitzenreiter der Beißunfall-Statistiken.

Außerdem geht die Ethologie schon lange davon aus, dass nicht etwa der Hund "böse" geboren wird, sondern durch sein Umfeld und seine Sozialisierung bestimmte unerwünschte Verhaltensweisen erlernt. Wie so oft ist auch hier eher der Mensch das Ungetier!

Im selbigen Artikel finden sich zu der zweifelhaften Betitelung der Rasselistenhunde auch eine von mir noch nie bewusst als existent wahrgenommene Währungseinheit ("pro Bello") und das vermutlich aus der Mundart stammende Wort "Zamperl". Wenn ich einen in Mundart verfassten Artikel lesen möchte, dann widme ich mich z.B. den Texten von Dä Schreibera. In allen anderen journalistischen Kreationen des FTs freue ich mich über Objektivität, fundierte Recherchearbeit, Benutzung des Hochdeutschen und eine fehlerfreie Grammatik.

Zumindest wären dies gute Vorsätze für das baldige Neue Jahr.

Der Leserbrief bezieht sich auf den Artikel "Hundesteuer kein Freibrief" von Werner Baier.