Breitengüßbach
Leserbrief

Leserbrief: Drohendes Verkehrschaos im nördlichen Landkreis Bamberg?!

Leser Alfons Sennefelder aus Breitengüßbach äußert sich zum Artikel zum Trassenausbau zwischen Kemmern und Zapfendorf und zu einem möglichen Verkehrschaos im nördlichen Landkreis.
Foto: Ronald Rinklef
Foto: Ronald Rinklef
Während die Baumaßnahmen des Bahnprojektes VDE 8.1 zweifelsfrei durchschlagende Maßnahmen erfordern, soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass auch zum jetzigen Zeitpunkt bereits etliche verkehrspolitische Missstände das Vorankommen im nördlichen Landkreis erschweren. Hat die Industrie schon längst das Fließprinzip verinnerlicht, so ist auf unseren Straßen ständig "Stop-and-Go" angesagt.

Wo sonst in Nachbarlandkreisen (zum Beispiel Lichtenfels, Haßberge), anderen Bundesländern oder auch Nachbarländern (Frankreich, Italien) wahre Kunstwerke von Kreisverkehren gebaut werden, werden wir hier im nördlichen Landkreis wahrlich mit Ampelanlagen überflutet. Als schlechtes Beispiel wäre hier die Ampelanlage auf Höhe des Industriegebiets Breitengüßbach zu nennen. Die Chance auf einen Sechser im Lotto ist höher als die Chance, bei "Grün" durchzukommen ohne anhalten zu müssen.

Auch die Fahrt von Breitengüßbach über Hallstadt nach Bamberg Richtung Berliner Ring gestaltet sich schwierig. Statt fließendem Verkehr gibt es hier meist "Stop-and-Go" umweltpolitisch ein absolutes Fiasko. Beginnend mit der Ampelanlage bei der Ausfahrt Kemmern, weiter bis zur nächsten Ampel an der Abzweigung nach Hallstadt, bei der sich zu Stoßzeiten die Autos bis zum Ortsausgang von Hallstadt stauen. Die nächste sinnlose Ampelanlage befindet sich bei der Abzweigung nach Gundelsheim. Auch hier staut sich der Verkehr von Bamberg kommend lange zurück. Speziell bei Schichtwechsel von den großen Betrieben wird das Verkehrsaufkommen noch größer. Immerhin befinden sich dort die großen Betriebe Bosch, Michelin, Brose Werk Hallstadt und in Zukunft auch der neue Standort der Brose-Unternehmensgruppe in Bamberg, der der Region zirka 600 neue Arbeitsplätze bringen wird. Es ist zu erwarten, dass der Großteil dieser Mitarbeiter aus nördlicher Richtung (Raum Coburg) zur Arbeit fahren wird. Ob diese 600 schon bei den Verkehrsplanungen berücksichtigt wurden?

Bisher haben unsere Damen und Herren aus der Kommunalpolitik es versäumt, sich um einen reibungslosen Verkehrsfluss bei normalem Verkehrsaufkommen zu kümmern (siehe Planfeststellungsverfahren für Autobahn-Anschlussstelle Scheßlitz). Mir schwant Böses, wenn ich an die zu erwartenden Beeinträchtigungen im Zuge der Bahnbaustelle denke.

Alfons Sennefelder aus Breitengüßbach, der Leserbrief bezieht sich auf den Artikel: "Auf der A73 droht wegen Trassenausbau Verkehrschaos"vom 09. August 2015