Sonnefeld

Katja Dellert von der RSG Frankenhof ist Fränkische Meisterin der Springreiter

Katja Dellert ist Fränkische Meisterin der Springreiter Die Amazone aus Burgpreppach, die für die RSG Frankenhof-Sonnefeld startet, hat das Kunststück fertiggebracht und beim eigenen Turnier im Frankenhof die Fränkischen Meisterschaften gewonnen...
Foto: RSG-Frankenhof
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Katja Dellert ist Fränkische Meisterin der Springreiter

Die Amazone aus Burgpreppach, die für die RSG Frankenhof-Sonnefeld startet, hat das Kunststück fertiggebracht und beim eigenen Turnier im Frankenhof die Fränkischen Meisterschaften gewonnen.

Aufgrund des 40-jährigen Vereinsbestehens veranstaltete die RSG Frankehof in Sonnefeld ein großes Springturnier mit Springprüfungen bis zur Klasse S*, im Rahmen dieses Turniers fanden die Fränkischen Meisterschaften statt, weiterhin ein Kaderlehrgang für die Junioren des Fränkischen Springkaders sowie die ersten beiden Wertungsprüfungen zum Bayern Pony Cup mit Pony-Springprüfungen der Klasse L. Der Bayern Pony Cup ist eine Serie mit Dressur und Springen für die Bayerischen Ponyreiter, im Springen finden 4 Qualifikationsturniere mit jeweils 2 Springeprüfungen statt, das Finale schließlich im Herbst bei der Consumenta.
Also ein volles Programm, auch für die turniererfahrene Truppe des Frankenhof. Fränkische Meisterschaften hat man ja doch nicht jedes Jahr. Die Helfer (wie bei jedem Verein immer wieder die gleichen) hatten sich bereits einige Wochen vorher ins Zeug gelegt. Glücklicherweise ist das letzte Turnier erst 5 Wochen her und die gröberen Arbeiten an der Anlage waren bereits erledigt, am Dienstag und Mittwoch wurde noch letzte Hand angelegt, Mäharbeiten erledigt, außerdem ein Stallzelt mit 64 Boxen aufgebaut, Küche und Verkaufsstand vorbereitet. Auch Strom und Wasser musste gelegt werden.

Die Richtergruppe bestand aus Manfred Grohs aus Bayreuth, der auch LK-Beauftragter war, Sigfrid Haaf aus Obernburg, Joachim Schwerdt aus Coburg und Richard Mansfeld aus dem sächsischen Vogtlandkreis.
Parcourschefs wie immer Steffen Bühling aus Sonnefeld und Thomas Goller aus Hof.
Hatte es am Donnerstag wettertechnisch noch gar nicht so verheißungsvoll begonnen, konnte sich am Sonntag mit fast 30 keiner mehr beklagen. Das Veranstaltungsgelände rund um den Parcours war gut besetzt.

Über 250 Reiter aus ganz Franken, Thüringen und sogar aus Sachsen hatten 950 Startplätze gemeldet. Viele Teilnehmer sind bereits zum wiederholten Mal da. Aufgrund der hohen Nennungszahlen musste die Veranstaltung wieder am Donnerstag Nachmittag ab 13.00 Uhr mit verschiedenen Jungpferdeprüfungen beginnen. Viele Prüfungen waren aufgrund der hohen Nennungszahlen in 2 bzw. 3 Abteilungen geteilt worden.
Die Reiter der RSG Frankenhof konnten insgesamt 8 1. Plätze, 4 2. Plätze und 20. 3. und weitere Platzierungen erreiten. Katja Dellert siegte am Freitag in der Springprüfung Klasse S* auf Que Tal und war mit Ihrem 2. Pferd Lucca auch noch 4., sie gewann eine Punktespringprüfung Klasse M** mit Katja und war in einer weiteren Springprüfung Klasse S * zweitplatziert sowie in der Finalprüfung 6. und 7. Christian Brühl siegte auf Candela in der Springpferdeprüfung der Klasse M, einer Spezialspringpferde- und einer Springpferdeprüfung der Klasse L, war außerdem 3. in der Finalprüfung und 6. in der ersten Wertungsprüfung für die Fränkischen Meisterschaften auf Cindy aus Marzahn.
Weitere Siege für den Frankenhof gingen an Sina Meyer (L-Springen), Carolin Kohles und Katrin Sievert (A-Springen).
Für den Nachbarverein in Sonnefeld u.U. in Bieberbach war Günter Vogel viermal erfolgreich, er konnte eine Springprüfung der Klasse M und 3 Abteilungen der verschiedenenen L-Springen gewinnen.
Für den RC Küps siegte Filip Dolezal in zwei Prüfungen der Klasse M* und einem L-Springen. Aus Lichtenfels vom Reitverein Maintal konnte sich Anne Kaiser mit Jack Pot einmal an 9. Stelle in einem M-Springen platzieren.
Im Bayern Pony Cup siegte einmal Hannah Wiesner (SV Holzheim), die zweite Prüfung, ein L-Springen mit Stechen, gewann Janina Wiesner aus Obernburg.

Alle Prüfungen wurden am Samstg und Sonntag fachkundig und wortgewandt kommentiert von Heike Kranz. Sie kommt aus Hessen und ist auch bei den Turnieren des RV Richelsdorf im Einsatz. Dies fand viel Anklang, "Viel-Turniergänger" wissen warum.

Für die Fränkischen Meisterschaften genannt hatten unter anderem Hans-Peter Konle aus Küps, Nicoletta Stein aus Nürnberg, Heino Möller aus Detter-Weißenbach, und natürlich für den gastgebenden Verein Katja Dellert, Christian Brühl und Antonia Müller gemeldet. Die Teilnehmer müssen zu Beginn des Turniers zwei Pferde angeben und sich dann vor der 3. Teilprüfung definitiv für ein Meisterschaftspferd entscheiden. Gut beritten war Heino Möller, der mit Lexus, Contact und Empire gleich 3 Pferde für die Große Tour dabei hatte. Vor der 3.Wertungsprüfung müssen die Teilnehmer dann definitiv ihre Meisterschaftspferde benennen.

Grundstein für den Titelgewinn von Katja Dellert war der Sieg mit Que Tal in der ersten Wertungsprüfung am Freitag, einem S*-Springen.
Heino Möller von der RSG Reiterhof Rhön Detter-Weißenbach gewann die 2. Wertungsprüfung am Samstag mit Contact, wobei sich aber Katja Dellert aufgrund des etwas komplizierten Wertungssystems mit dem Sieg am Vortag die besseren Voraussetzungen geschaffen hatte.
Im abschließenden Springen am Sonntag, einer Springprüfung der Klasse S* mit Stechen konnte sich Katja Dellert bereits nach ihrem Umlauf mit einer Nullrunde die Meisterschaft sichern, ihr Verfolger Heino Möller hatte ausgerechnet mit seinem Meisterschaftspferd durch einen Springfehler das Stechen nicht erreicht, zum Trost gewann er dann mit seinem Zweitpferd dieses Springen. In diesem Fall sprichwörtlich aufs falsche Pferd gesetzt.
Nach Katja Dellert und Heino Möller auf den nachfolgenden Plätzen als 3. Veronika Müller (RSG Reiterhof Rhön Detter-Weißenbach), 4.Platz Christian Brühl (RSG Frankenhof), 5. Platz Hans-Peter Konle (RC Küps) und 6. Platz Nicoletta Stein (RC Nürnberg)
Die Meisterehrung wurde vorgenommen durch die Schirmherrin der Veranstaltung Frau Jutta Leitherer, der 1. Vorsitzendes des Fränkischen Reiter- und Fahrerverbandes.

Alles in allem wieder ein sehr schönes und vor allem glücklicherweise unfallfreies Turnier, zwar mit einigen Stürzen aber ohne größere Nachwirkung für Reiter und Pferd. Am Samstag konnte bei schönstem Wetter auf der Großleinwand, über die tagsüber die Ergebnisse live zu verfolgen waren, das Pokalendspiel verfolgt werden. Danach gings in die Bar. Und dann gab es noch diejenigen, die am Dienstag nach dem Turnier das Bett bzw. die Couch nicht verlassen wollten, tja die abendliche Party war wohl doch ganz schön anstrengend. Wer das Sonnefelder Turnier kennt, weiß wie die feiern können.