„Gib nicht auf!“ Jehovas Zeugen beenden dreitägigen Kongress in Nürnberg

NÜRNBERG – „Gib nicht auf!“ - Das war das Motto eines dreitägigen Kongresses im Nürnberger Max-Morlock-Stadion, bei dem auch die etwa 100 Zeugen Jehovas aus Coburg zu Gast waren. Sie befassten sich drei Tage lang anhand der Bibel damit, wie man schwierige Lebenssituationen überstehen und erfo...
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87 Personen ließen sich im Stadion taufen Foto: JZ-Kongress Nürnberg

NÜRNBERG – „Gib nicht auf!“ - Das war das Motto eines dreitägigen Kongresses im Nürnberger Max-Morlock-Stadion, bei dem auch die etwa 100 Zeugen Jehovas aus Coburg zu Gast waren. Sie befassten sich drei Tage lang anhand der Bibel damit, wie man schwierige Lebenssituationen überstehen und erfolgreich meistern kann. Wie schon im letzten Jahr waren unter den mehr als 10.700 Delegierten auch etwa 1.400 rumänisch sprechende Glaubensangehörige aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie freuten sich sehr darüber, das Programm parallel in ihrer Muttersprache mitverfolgen zu können.
 
Jürgen Götz, Vorsitzender des Kongresses, führte in seinem Eröffnungsvortrag einige lebensnahe Situationen an, in denen jemand den Zuspruch „Gib nicht auf!“ dringend benötigt: „Wenn jemand z. B. gegen eine schwere Krankheit ankämpft, beruflich oder privat vor großen Herausforderungen steht oder irgendeine andere belastende Situationen zu ertragen hat, dann ist es absolut wichtig, seine Zuversicht nicht aufzugeben. Deswegen machen wir ihm mit den Worten ‚Gib nicht auf!‘ zusätzlichen Mut.“ Außer den aufmunternden Worten ist es nach Aussage von Jürgen Götz zudem notwendig, den Glauben und das Vertrauen zu Gott zu stärken: „Im Bibelbuch Hebräer schreibt der Apostel Paulus davon, dass einem Christen sowohl die Hoffnung als auch der Glaube Kraft zum Durchhalten geben. Der Glaube basiert auf einem tiefen Vertrauen, dass Gott alles wahr machen wird, was er versprochen hat. Und der Glaube hängt nicht von den Umständen ab, sondern von der Einstellung.“
 
Einer der Höhepunkte des Kongresses war der Vortrag „Gib die Hoffnung nie auf!“. Harald Kopfmann, ein reisender Prediger von Jehovas Zeugen, erklärte anhand der Bibel, welche guten Gründe es gibt, die Hoffnung nie aufzugeben. Zudem zeigte er den Zuhörern, wie Gott, die Bibel und andere Christen die eigene Motivation stärken können. Der Vortrag sprach speziell Personen an, die bisher wenig Berührungspunkte mit Jehovas Zeugen hatten oder sich erst seit kurzem mit der Bibel befassen.
 
Während andere Religionsgemeinschaften Mitglieder verlieren, bleibt die Anzahl der Zeugen Jehovas in Deutschland seit Jahren relativ konstant. Dazu trug auch die öffentliche Taufe von 87 neuen Gläubigen bei, die am Samstagmittag im Stadion durchgeführt wurde. Die Anwesenden applaudierten minutenlang und brachten damit ihre Freude über die neuen Mitgläubigen zum Ausdruck.
Unter den Getauften war auch eine 85-jährige ehemalige Musiklehrerin, die sich im Laufe ihres Lebens mit vielen Religionsgemeinschaften befasst hat. Als sie in Rente ging nahm sie sich vor, mit der Hilfe von Jehovas Zeugen die Bibel besser kennen zu lernen. „Mit großem Eifer lese ich die ganze Bibel durch und bin auf den Bibelkurs immer gut vorbereitet. Ich habe ja noch so viel zu lernen!“, sagte die 85-jährige am Tag ihrer Taufe.

Der dreitägige Kongress war Teil einer Serie von mehreren tausend Kongressen, die zwischen Mai 2017 und Januar 2018 in nahezu allen Ländern der Erde stattfinden. In Deutschland werden 84 deutsch- und fremdsprachige Kongresse an 16 Orten durchgeführt.