Bad Kissingen

Das wahre Leben in der angeblich ruhigen und besinnlichen Kurstadt Bad Kissingen

Die Zeit der Kaiser und Könige ist wie wir alle wissen schon seit langer Zeit vorbei, in der Kurstädte wie Bad Kissingen ihre Hochzeit hatten. Man kam hierher um zu entschleunigen, sich vom Alltagstress zu erholen, in Ruhe die wunderschönen Parkanlagen zu genießen und um die Seele ...
Die Zeit der Kaiser und Könige ist wie wir alle wissen schon seit langer Zeit vorbei, in der
Kurstädte wie Bad Kissingen ihre Hochzeit hatten.
Man kam hierher um zu entschleunigen, sich vom Alltagstress zu erholen, in Ruhe die
wunderschönen Parkanlagen zu genießen und um die Seele baumeln zu lassen.
In unserer heutigen Zeit wird das zwar für Bad Kissingen in der Werbung angepriesen,
sogar auf Schildern im und um den Luitpoldpark propagiert, die Wahrheit sieht aber
leider zum Bedauern vieler ganz anders aus.
Wenn die Ruhe der Winterzeit vorbei ist wird Bad Kissingen zum " Ballermann " an
der Saale. Im Mai geht es normalerweise schon mit dem Lärmterror los, und zwar beim
Sommerfest der Spielbank, dass üblicherweise an einem SONNTAG stattfindet.
Dann fährt von morgens ca. 10.oo Uhr bis in den späten Nachmittag hinein ein Motor-
boot der Wasserwacht mit ohrenbetäubendem Lärm im Viertelstunden Takt die Saale
hoch und runter. Dieses Jahr ist der " Event " nur ausgefallen, weil vor dem Casino
Bauarbeiten stattfinden.
Als nächstes kommen die Konzerte im Juni im Luitpoldpark. Dort spielen an einem
Wochenende Bands, deren Zenit schon vor über 20 Jahren überschritten sind, aber
aus diesem Grund vielleicht preiswert eingekauft werden können. Am Tag vor dem
Konzert finden die sogenannten Soundchecks statt, die Anlieger und Kurgäste werden
an den Tagen vor den Konzerten schon mit der lauten Musik gequält. An den Abenden
der Konzerte steigert sich der Geräuschpegel ins unermessliche, es grenzt schon an
Körperverletzung, was die Anwohner und Kurgäste über sich ergehen lassen müssen.
Dem Autor wurde schon wiederholt berichtet, das Kurgäste nicht mehr wiederkommen, weil sie
sich derart von der lauten Musik belästigt gefühlt haben.
Dann folgt im Juli das immer wiederkehrende Rakoczy-Fest, zu dem viele Kurgäste anreisen,
aber auch viele in der Innenstadt wohnende Kissinger fluchtartig ihr Zuhause verlassen, weil
die sogenannte Kurstadt für ein ganzes Wochenende zu einem tobenden und lärmenden
Jahrmarkt wird.
Der August " glänzt " dann mit der SUMMERTIME, bei der unser schöner und beschaulicher
Kurgarten nicht für Ruhe suchende Menschen zu genießen ist. Die Quintessenz des ganzen
ist eine Sommerzeit in Bad Kissingen, die sich durch Lärm und " Halligalli " auszeichnet, in
der Jahreszeit also, in der man doch die Ruhe und Beschaulichkeit im Luitpoldpark und
im Kurgarten finden soll, was die Staatsbad GmbH sogar auf entsprechenden Schildern propagiert.
In unserer Zeit, in der die Menschen durch Stress, Lärm und berufliche Belastungen nervlich so
belastet werden, dass sie krank werden, bis hin zum Burn-Out, kann dies doch nicht der richtige
Weg sein. Es muss doch möglich sein einen goldenen Mittelweg zu finden, der Anfang wäre
schon mal gemacht, wenn die Lautsprecher bei den Konzerten mit ihren dröhnenden Bässen
nicht bis zum Anschlag aufgedreht würden. Die allermeisten Mitbürger leiden nicht unbedingt
an Schwerhörigkeit und verstehen die Musik auch, wenn sie nur halb so laut ist.
Ebenso muss die Wasserwacht doch nicht am Sonntag ( dem einzigen Tag in der Woche an
dem arbeitende Kissinger sich erholen können ) ihre Bootsfahrten beim Sommerfest des Casinos
absolvieren.