Hösbach

Corona-Krise in Südostasien - Dorfgemeinschaften profitieren von Hilfe durch Hösbacher Organisation

Projektteilnehmende und ihre Dorfgemeinschaften profitieren von Unterstützung durch Global Micro Initiative e.V. Hösbach / Südostasien: In Zeiten, in denen das öffentliche Leben durch Ausgangssperren geradezu zum Erliegen gekommen ist, wird deutlich, wie die Arbeit der Hösbacher ...
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Farmi näht Schutzmasken
Kleinunternehmerin Farmi näht Schutzmasken. Foto: GlobalMicro
Projektteilnehmende und ihre Dorfgemeinschaften profitieren von Unterstützung durch Global Micro Initiative e.V.


Hösbach / Südostasien: In Zeiten, in denen das öffentliche Leben durch Ausgangssperren geradezu zum Erliegen gekommen ist, wird deutlich, wie die Arbeit der Hösbacher Global Micro Initiative e.V. (GMI) Wirkung zeigt. So mussten zwar GMI’s Partnerorganisationen vor Ort schließen, doch dies ermutigte ehemalige Teilnehmende verschiedener von GMI finanzierten Förderprogramme, gemeinsam den Kampf gegen das neuartigen Corona-Virus anzugehen.

„Auch wenn gerade keine Ausbildungen stattfinden können, ist das Team des Nähcenters von Project Life Subic nicht untätig,” erklärt der 27-jährige GMI Gründer Tobias Schüßler. “Um medizinisches Personal besser schützen zu können, fragte ein befreundeter Arzt die Projektleiterin von Project Life Subic, ob das Team Schutzmasken und -kleidung herstellen könne.” Nun unterstützen Azenith und Ariel das Team im Kampf gegen Covid-19. Die beiden Frauen nutzen ihre Kenntnisse aus der von GMI finanzierten Ausbildung, um zusammen mit 6 weiteren Nähern Schutzkleidung und Masken herzustellen. 16 komplette Sets für Mediziner, Polizisten und in Olongapos Armenvierteln tägige Helfer stellen die Näherinnen und Näher täglich her.

Auch Sheila kann sich dank der Unterstützung durch GMI für die Menschen ihres Armenviertels einsetzen. Nach der Teilnahme am GMI Mikrokredit-Programm konnte sie im vergangenen Jahr ihren kleinen Laden ausbauen und durch den Verkauf von Reis und Eiern ihr Einkommen deutlich steigern. Da durch die verhängte Ausgangssperre nicht nur Läden geschlossen wurden, sondern auch Einnahmen ganzer Familien ausbleiben, packt die ehemalige Kreditnehmerin nun Reispakete, die sie kostenlos Bedürftigen anbietet.

Ähnlich stark sind auch die Einwohner der indonesischen Insel Lombok von COVID-19 betroffen. „Auch wenn wir gerade keine Mikrokredite vergeben können, macht es mich ganz besonders stolz, dass unsere Hilfe zur Selbsthilfe bei den Menschen auf Lombok angekommen ist,“ sagt Tobias Schüßler. „In dieser Situation, die gerade für die Ärmsten der Insel besonders schwer ist, unterstützen ehemalige Teilnehmende unserer Förderprogramme ihre Dorfgemeinschaften.“ So zum Beispiel die Kleinunternehmerin Farmi, die vor einiger Zeit einen Mikrokredit von GMI erhielt. Sie konnte ihre Geschäftsidee, Kerupuk, indonesische Cracker, zu verkaufen, umsetzten und baute dadurch eine Existenz für sich und ihre Familie auf. Sie ist sehr dankbar für die Chance, die sie von GMI erhielt und möchte nun etwas zurückgeben, indem sie Masken für den Alltagsgebrauch näht und diese an Bedürftige ihres Dorfes verschenkt.

Auch wenn die Partnerorganisationen vor Ort ihre Arbeit vorübergehend einschränken mussten, ist GMI in regelmäßigem Kontakt mit ihnen, um Möglichkeiten der Unterstützung für die Zeit nach Corona auszuarbeiten. Schon jetzt mobilisiert GMI deshalb Spender und Spenderinnen, um nach der Krise bereit zu sein, sich mit der Finanzierung von Ausbildungen, Beratungen, Seminaren und Mikrokrediten noch mehr dafür zu engagieren, dass Menschen in Südostasien sich einen Weg aus der Armut erarbeiten können.

Text: Susann Sparwasser