Chaos in der Nähstube

…oder – wie nähe ich mir ein Kleid? „Das ist doch ganz einfach“, erklärt Annette Peter-Röhner das Prinzip der ‚Landkarte‘. Folie auf das Schnittmuster legen und mit einem wasserfesten Stift den Linien deiner Konfektionsgröße folgen...
Foto: sibyllegoetz
…oder – wie nähe ich mir ein Kleid?

„Das ist doch ganz einfach“, erklärt Annette Peter-Röhner das Prinzip der ‚Landkarte‘. Folie auf das Schnittmuster legen und mit einem wasserfesten Stift den Linien deiner Konfektionsgröße folgen. Klasse. Da sind aber so viele Linien. Und ganz eng beieinander – und wie soll ich die jetzt auseinanderhalten? Verwirrend wie der ‚Lageplan‘, so sieht dann auch meine erste Folie aus. Annette tröstet mich: „Das ist gar nicht schlimm, die Linien in die falsche Richtung streichen wir einfach durch.“ Gut.

Und ab geht’s an den Schneidetisch. Den Stoff für mein Kleid hat mein Enkelchen letzte Woche ausgesucht. Da…Anker…Anker…“, strahlt er glücklich und zeigt mit seinem kleinen Fingerchen auf den Jerseystoff. Jetzt mal Hand auf’s Herz: Welche Oma würde da nein sagen. Also, nähe ich mir ein ‚Ankerkleid‘. Stoff ausgerollt und Muster drauf, Schere in die Hand… „Stopp!“, ruft da Annette, „nicht so schnell…“. Da sind noch der Stoffbruch, die Abnäher, die Nahtzugabe… Wie jetzt? Gerade verstehe ich gar nix mehr. Worauf habe ich mich da bloß eingelassen…

Wie gut, dass Annette so geduldig ist. Stoffbruch, Abnäher und auch die Nähzugabe bekomme ich in den Griff. Ich schneide alle Teile zu… juchuuuu… ohne einen Patzer. Und…schließe mit meiner Nähmaschine die Schulternähte… tata… auch ohne Patzer! Nächste Woche geht es weiter. Und wisst ihr was? Genau die Zeit brauche ich auch, mich zu erholen. Ich bin völlig geschafft…fix und fertig. Aber noch ein anderes Gefühl drängelt sich in den Vordergrund: Stolz…

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