Im Anhörungsverfahren zum Ziel "Windenergie" ist im Regionalplan Oberfranken-Ost die Vorrangfläche "Hegnabrunn" gestrichen worden. Dies berichtete Bürgermeister Siegfried Decker in der jüngsten Ratssitzung und gab gleichzeitig bekannt, dass die beantragten Flächen "Michelsreuther Höhe" und "Kulmberg" nicht aufgenommen wurden, da sie nicht im Einklang mit dem Kriterienkatalog stünden. So sei der Abstand zu den Wohngebieten zu gering, beim "Kulmberg" handle es sich zudem um eine Vorbehaltsfläche für den Landschaftsschutz. Auch die Windhöffigkeit sei "nicht so toll".

Bis zum 15. Februar habe die Gemeinde noch die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Im Zuge der öffentlichen Auslegung seien bislang keine Einwendungen vorgebracht worden.

Stellvertretender Bürgermeister Alfred Faßold wollte die Flächen "Michelsreuther Berg" und "Kulmberg" nicht so einfach vom Tisch gewischt haben.
Klaus Zahner (FW) sah den Dreh- und Angelpunkt in der Windhöffigkeit: "Wir wollen ja Bürgeranlagen, und unter sechs Meter pro Sekundem brauchen wir das Bürgern gar nicht verkaufen. Ich halte es deshalb nicht für nötig, das Gebiet Kulmberg weiter zu verfolgen."

Für Karl Pöhlmann (SPD-OL) sieht es am "Michelsreuther Berg" zumindest mit der Windhöffigkeit etwas anders aus: "Nachdem sich Trebgast gegenüber Windkraftanlagen sehr kritisch verhält, ist die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs sehr gering."

Mehrheitlich war das Gremium aber der Meinung, die beantragte Vorrangfläche am "Michelsreuther Berg" im ergänzenden Anhörungsverfahren überprüfen zu lassen.