Sebastian Späth tut in seiner Freizeit gerne das, was andere 21-Jährige auch tun. Er schraubt an Autos. Beruflich geht es in diesen Tagen für den gelernten Forstwirt ans Eingemachte: Bei gefühlten 25 Grad Minus steht er mit seinen Kollegen Thomas Steinke und David Zilinski auf halber Höhe des Grundbergs und holt mit dem Seilkran Holz aus dem dortigen Schutzwald. Was für Sebastian Späth längst zur Routine geworden ist - für die Stadt Stadtsteinach ist es eine Premiere.

Zum ersten Mal wird im Stadtwald auf einer Fläche von etwa drei Hektar ein so genannter Seilkran eingesetzt. Er gehört der Eichstätter Firma Harrer & Mayer und wurde über das Forstamt Stadtsteinach und die Waldbesitzervereinigung Kulmbach-Stadtsteinach nach Oberfranken beordert. Und das nicht aus Jux und Tollerei. Das Spezialgerät ist bestens dazu geeignet, Bäume aus schwer unzugänglichen Steilhängen zu holen. Außerdem sorgt die Seilbahn dafür, dass der Bewuchs im dortigen Schutzwald nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Technische Details: bis zu 400 Meter Aktionsradius, über vier Tonnen Tragkraft, Kranhöhe bis zwölf Meter.

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