In dem rund 326 Quadratkilometer großen Dienstbereich mit insgesamt 16 Gemeinden wurden im vergangenen Jahr 849 Straftaten statistisch erfasst. Dies entspricht einem Rückgang von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während bayernweit die Straftaten um 2,5 Prozent gestiegen sind und in Oberfranken um 2,4 Prozent, sei dies eine positive Entwicklung.

Die Aufklärungsquote mit 70,1 Prozent liegt immer noch deutlich über dem bayerischen Landesdurchschnitt von 64,4 Prozent und dem oberfränkischen Mittel von 69,9 Prozent.

Himmelkron ist Schwerpunkt

Ein Fünftel aller Straftaten (170) entfallen auf die Gemeinde Himmelkron. Besonders erfreulich ist hier ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 Prozent. Die Hälfte der auf diese Gemeinde entfallenen Straftaten ereigneten sich jedoch im Industriegebiet Himmelkron-Ost. Darunter sind allein 20 Anzeigen wegen Tankbetrugs registriert. Die günstige Lage an der Autobahn sowie die dort angesiedelten Geschäfte, Firmen, Tank- und Rastanlagen ziehen immer wieder reisende und überörtliche Täter an.

60 Mal schwerer Diebstahl

Zu den einzelnen Deliktsgruppen merkte Horst Nölkel an, dass Vergehen wie Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung auf 170 Fälle zurückgegangen sind. Dies entspricht einen Rückgang von 12,4 Prozent. Auch bei den Diebstahlsdelikten ist ein Rückgang zu verzeichnen (minus 6,6 Prozent). Bei den einfachen Diebstählen gab es 139, bei den schweren 60 Fälle. Das entspricht einem Rückgang um neun Prozent bei den schweren Diebstählen wie Aufbrüche von Kraftfahrzeugen, Einbrüche in Warenhäuser, Büroräume oder Wohnungen.
Auch vier Wohnungseinbrüche (Vorjahr: 5) wurden registriert - entgegen dem bayernweiten (plus 28,6 Prozent) und oberfrankenweiten (plus 23,2 Prozent) Trend. Hier stiegen die Zahlen deutlich an.

Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten sind insgesamt 157 Fälle registriert worden. Ein hoher Anteil mit 121 Straftaten ist den verschiedenen Betrugsformen zuzurechnen. Hier liegt die Aufklärungsquote mit 80,2 Prozent sehr hoch.

Im Bereich "strafrechtliche Nebengesetze" sind 80 Straftaten registriert. Ein Großteil davon betrifft Rauschgiftdelikte (51). Hier ergibt sich ein deutlicher Rückgang um 27 Fälle.
Von den 55 ermittelten Tatverdächtigen im Bereich Rauschgift, waren 47 männlich und acht weiblich. Nach Altersgruppen waren 44 Erwachsene, sechs Heranwachsende und fünf Jugendliche, davon einer unter 16 Jahre, beteiligt.

Oft Alkohol im Spiel

Insgesamt konnten bei den 595 aufgeklärten Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Stadtsteinach 530 Tatverdächtige ermittelt werden. Davon besaßen 68 Personen (12,8 Prozent) nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. 414 Tatverdächtige waren männlich, das entspricht 68,1 Prozent, und 116 weiblich (21,9 Prozent).

Bei der Tatausführung spielt immer wieder Alkohol eine nicht unerhebliche Rolle. 70 der 530 Tatverdächtigen hatten getrunken. Damit stieg der Anteil der alkoholisierten Straftäter um 1,9 auf insgesamt 13,2 Prozent.
Im Phänomenbereich "Rohheitsdelikte" wie zum Beispiel die verschiedenen Körperverletzungen lag der Anteil der alkoholisierten Täter gar bei 58 Prozent. Gut ein Drittel der Straftaten (35 Prozent), die unter Alkoholeinfluss begangen wurden, sind nachts zwischen 1 und 5 Uhr verübt worden.

Mit einer Häufigkeitszahl von 2977 zählt der Dienstbereich der Polizeiinspektion Stadtsteinach weiterhin zu den sichersten Gebieten in Oberfranken. Die Häufigkeitszahl sagt aus, wie viele Straftaten auf 100 000 Einwohner hochgerechnet begangen werden. In Oberfranken liegt diese Zahl bei 4794, in Bayern bei 5164. Je niedriger diese Zahl ist, desto sicherer ist ein Gebiet.