Die Wählergemeinschaft Kulmbach (WGK) hat vor fünf Jahren einen Campingplatz an der Kieswäsch ins Gespräch gebracht. Seither schlummert der Plan in der Schublade, was 2. Bürgermeister Stefan Schaffranek damit erklärt, erklärt er damit, "dass wir in Übereinstimmung mit Oberbürgermeister Henry Schramm versucht haben, andere Projekte voranzubringen. Zielsetzung war es für uns, beim städtischen Haushalt ohne Nettoneuverschuldung auszukommen, was wir auch geschafft haben. Von daher lassen sich nicht alle Vorhaben, die wünschenswert wären, gleich in Angriff nehmen."

Dennoch glaubt Schaffranek, dass das Projekt an der Kieswäsch in den nächsten Jahren realisiert werden könnte. "Ich stehe auch heute noch zu der Idee", sagt er und sieht im Stadtrat keine konträren Meinungen. Die Information, dass Lichtenfels am Baggerloch in Oberwallenstadt einen Campingplatz in Eigenregie betreibt, findet Schaffranek "ausgesprochen interessant".

Wie Lichtenfels den Campingplatzbetrieb organisiert hat, erläutert der Lichtenfelser Stadtkämmerer Johann Pantel. "Vergangenes Jahr hatten wir bei den Durchgangscampern 5700 Gästeankünfte mit 20 500 Übernachtungen", berichtet er. Dazu kommen noch die Dauercamper, für die auf dem 2,2 Hektar großen Gelände ein Drittel der 136 Stellplätze reserviert ist, sowie die Zeltplätze.


Kein Draufzahlgeschäft


Und, was dem Kämmerer wichtig ist, der Campingplatz ist kein Zuschussbetrieb. "Wir machen damit keine dicken Gewinne, aber es ist auch kein Draufzahlgeschäft", erklärt er. Durch die Einnahmen seien die laufenden Betriebs- und Sachkosten und das Gehalt des Platzwartes gedeckt.

Mehr über den Lichtenfelser Maincampingplatz und die Kulmbacher Pläne lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Bayerischen Rundschau.