Gegenüber dem Jahr 2018 sei die Bilanzsumme der Bank um 50,3 (+ 4,1 Prozent) auf 1.272,1 Millionen Euro gestiegen. Der Wert liegt den Angaben des Instituts zufolge deutlich über der durchschnittlichen Bilanzsumme der oberfränkischen (640,0 Millionen Euro) und der bayerischen Genossenschaftsbanken (774,0 Millionen Euro).

Die Kundengelder (inklusive Inhaberschuldverschreibungen) seien um 26,1 auf 982,5 Millionen Euro (+ 2,7 Prozent) gewachsen. Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase hätten sich die Kunden erneut für sichere und schnell verfügbare Anlageformen entschieden. Wie in den Vorjahren bildeten die Sichteinlagen (+ 38,8 Millionen Euro bzw. + 6,9 Prozent) mit 61,1 Prozent die größte Position.

Mehr Kundengelder

Um 89,1 Millionen Euro bzw. 4,2 Prozent konnte die Summe aller von der VR Bank Oberfranken Mitte betreuten Kundengelder und -kredite, Wertpapierdepots und Anlagen in Produkten der Genossenschaftlichen Finanz-Gruppe auf insgesamt 2.217,9 Millionen Euro gesteigert werden.

Verantwortlich für die gute Entwicklung sei die Steigerung des betreuten Kundenanlagevolumens (+ 90,7 Millionen Euro bzw. + 5,7 Prozent).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die VR Bank Oberfranken Mitte eigenen Angaben zufolge die wirtschaftliche Entwicklung in der Region aktiv durch die Vergabe von Krediten an private und gewerbliche Kunden unterstützen. Insgesamt 599,2 Millionen Euro habe sie für ihre Kunden mit ausreichender Bonität zur Verfügung gestellt. Die tatsächliche Inanspruchnahme habe zum Jahresende bei 459,3 Millionen Euro und damit 3,5 Millionen. Euro bzw. 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen.

Fast 29.300 Kunden

29.258 Kunden waren nach Angaben der Bank Ende des Jahres 2019 gleichzeitig Teilhaber der VR Bank Oberfranken Mitte. Das entspreche einer Steigerung von 189 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr. Im Rahmen der jährlichen Vertreterversammlung stimmen die gewählten 289 Vertreter unter anderem über den Jahresabschluss und die Dividende ab.

Die VR Bank Oberfranken Mitte eG stehe - wie alle Kreditinstitute - insbesondere aufgrund der Politik der Europäischen Zentralbank weiter vor großen Herausforderungen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld belaste die Ertragslage. Die VR Bank habe an ihrer soliden, seriösen und stetigen Geschäftspolitik festgehalten und im Jahr 2019 ein Betriebsergebnis von 0,61 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme erreicht.

Die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik prägten insbesondere das Zinsergebnis der Genossenschaftsbank. Auslaufende Kredite würden zu deutlich niedrigeren Zinssätzen prolongiert und durch die Entwicklung der Zinsstruktur erzielten Eigenanlagen niedrigere Erträge. Deshalb habe sich die VR Bank Oberfranken Mitte im Jahr 2019 insbesondere auf konsequentes Kostenbewusstsein fokussiert.

2,25 Prozent Dividende

Positiv entwickelt habe sich der Überschuss aus dem zinsunabhängigen Geschäft (2019: 0,74 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme, 2018: 0,69 Prozent) Er liege somit über dem Durchschnitt der bayerischen und oberfränkischen Genossenschaftsbanken (Bayern: 0,70 Prozent, Oberfranken: 0,71 Prozent).

Vorbehaltlich der Beschlussfassung durch die Vertreterversammlung solle das solide Ergebnis des Jahres 2019 zur weiteren Verbesserung der Eigenkapitalausstattung beitragen, um für die künftigen Anforderungen noch besser gerüstet zu sein. Der Dividendenvorschlag für die Vertreterversammlung bleibe - insbesondere im gegenwärtigen Marktumfeld - mit 2,25 Prozent unverändert attraktiv.

Die geldpolitischen Entwicklungen zeigten, dass sich die Banken auf eine Verschärfung der Niedrigzinspolitik einstellen müssten. Dies werde die Erzielung auskömmlicher Erträge zunehmend erschweren. Zudem vollziehe sich seit einigen Jahren durch die Digitalisierung ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel, der neue Anforderungen an die Verfügbarkeit, Geschwindigkeit, Qualität und Transparenz von finanziellen Dienstleistungen stelle.

Das Coronavirus sorge seit Januar 2020 für einen Stimmungswechsel am Kapitalmarkt.. Seit der letzten Februarwoche hätten die Kapitalmärkte in nie zuvor dagewesener Breite, Schnelligkeit und Ausmaß darauf reagiert. Die Pandemie stelle insbesondere Gewerbetreibende und Unternehmen vor große Herausforderungen. Die VR Bank Oberfranken Mitte unterstützt ihre Kunden in dieser Zeit mit fallbezogenen individuellen Lösungen.

Die VR-Bank Oberfranken-Mitte

Die VR-Bank Oberfranken-Mitte ist in den Landkreisen Kulmbach und Kronach aktiv. Insgesamt betreibt sie 24 Standorte. Sie hat 223 Mitarbeiter, davon zehn Auszubildende und rund 65.300

Kunden mit etwa 133.800 Konten. 29.258 (+ 189) gehören der Bank an. Dem Vorstand gehören Dieter Bordihn und Stephan Ringwald an, Aufsichtsratsvorsitzender ist Peter Heinlein.