Im Marktleugaster Gemeinderat hatte unlängst Oswald Purucker die Meinung vertreten, dass der Markt zwar Eigentümer des Gebäudes ist, aber die VG habe es gemietet. Sollte sie Umbauten wünschen, müsse die VG auch die Kosten dafür tragen.

Sache des Vermieters

"Umbauten und Verbesserungen sind Sache des Vermieters. Ein behindertengerechter Eingang muss wegen des Publikumsverkehrs baldmöglichst her. Ich bin der Meinung, dass die Verwaltung langfristig in der Schule bleiben wird", sagte der Grafengehaiger VG-Rat Gerd Scherer.

Der Vorsitzende und Marktleugaster Bürgermeister Norbert Volk (Freie Wähler) vertrat den selben Standpunkt.
Was an Baukosten entstehe, gehe zu Lasten der Gemeinde Marktleugast und sei über die VG-Umlage sowie die Miete auf die Mitgliedsgemeinden umzulegen.

Martin Döring (CSU) aus Marktleugast wollte wissen, wie lange die VG im alten Schulhaus bleiben will. "Wenn das wirklich da oben die nächsten 10, 15 oder gar 25 Jahre ausreicht, dann können wir von Seiten des Marktes überlegen, weiteres Geld hineinzustecken." Döring regte an, ein Gesamtkonzept aufzulegen, was im Gebäude noch gemacht werden muss und soll. "Der Markt Marktleugast muss wissen, was los ist", betonte sein Ratskollege, Marktleugasts dritter Bürgermeister Franz Uome. Alles sollte nochmals in den Gemeinderäten Grafengehaig und Marktleugast besprochen werden. Und dann müsse eine Grundsatzentscheidung gefällt werden.

Abriss die richtige Entscheidung

"Kündigung und Abriss des alten Verwaltungsgebäudes waren richtige Entscheidungen. Das Haus hätte sich als Fass ohne Boden entpuppt", betonte der Grafengehaiger Bürgermeister und stellvertretende VG-Vorsitzende Werner Burger. Für die VG sei nun das alte Schulhaus der Sitz. Und solle es bleiben. Investitionen gelte es über die Miete umzulegen. Als Grundlage sollte die VG-Versammlung eine Absichtserklärung verabschieden, dass die Verwaltung zur Miete im Haus bleibt. "Grafengehaig wird Ja sagen", betonte Burgers Stellvertreter Volker Kirschenlohr. Die VG-Versammlung stimmte geschlossen zu.