Der Korbmarkt ist eine Traditionsveranstaltung. Nachdem der Verein "Treffpunkt" der Lichtenfelser Händler das Risiko der Großveranstaltung nicht mehr tragen kann und will, springt Werner Schiffgen ein. Der City-Manager der Stadt und Vorsitzende des Vereins Stadtmarketing organisiert in diesem Jahr den Korbmarkt. Als neuer Mann mit neuem Blickwinkel hat er viel Gutes gefunden, was er so lassen möchte, wie es ist. Zum Beispiel den Bierpreis. Kleine Änderungen gibt es im Programm der Hauptbühne. Zum Beispiel mehr Abwechslung. Und er hat Dinge auf den Prüfstand gestellt. Zum Beispiel die Verlosung.
Bislang gab es jedes Jahr Lose, der Hauptpreis war ein Auto. Und immer war die große Frage: Bekommt das Auto ein Lichtenfelser oder ein Auswärtiger?

Eine "schwarze Null"


"Wir haben uns das genau angesehen und den Aufwand einmal zusammengeschrieben", sagt Schiffgen. Die Kosten für die Lose, die Kosten für die Verkäufer, die Kosten für die Gewinne hat er gegen die Einnahmen aus dem Losverkauf gestellt. Am Ende sei dann eine "schwarze Null" heraus gekommen, sagt Schiffgen. "Da stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, wenn es nur einen Hauptgewinner, also einen einzigen Glücklichen, gibt."

Die Folge: In diesem Jahr gibt es keine Verlosung mehr. Den Einsatz, der früher geleistet wurde, möchte Schiffgen umlenken. "Wir möchten das Thema Korb besser herausarbeiten." Daher plant der neue Organisator neue Impulse. "Ich möchte einen Korbstadtpreis ausloben." Herausragende Arbeiten der Schüler der Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung sollen prämiert werden. Am liebsten möchte Schiffgen das schon in diesem Jahr schaffen. "In jedem Fall aber machen wir das im kommenden Jahr."