Ein trauriges Unglück hat sich auf der B289 bei Untersteinach am Donnerstagnachmittag (9. Dezember 2021) ereignet, berichtet das Polizeipräsdium Oberfranken. Gegen 15.10 Uhr war eine 59-Jährige aus dem Landkreis Kulmbach in ihrem Auto auf der Bundesstraße von Kauerndorf kommend in Richtung Untersteinach unterwegs. 

Aus bisher ungeklärten Gründen geriet sie etwa einen halben Kilometer vor Untersteinach in den Gegenverkehr. Ein entgegenkommender 54-jähriger Fahrer eines Transporters, der zwei Autos geladen hatte,  konnte einen Frontalzusammenstoß nicht mehr verhindern.

B289 bei Untersteinach: Frau stößt mit Transporter zusammen

Der Wagen der Frau schleuderte anschließend um 180 Grad gegen die Leitplanke, wo er komplett beschädigt liegen blieb. Obwohl die Rettungskräfte rasch eintrafen, konnte ein Notarzt nur noch den Tod der 59-Jährigen feststellen.

Der Unfallgegner verletzte sich schwer und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. An den beteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden im fünfstelligen Bereich, teilt die Polizei mit. "Es war ein Trümmerfeld von Autoteilen." So beschreibt Yves Wächter, Pressesprecher der Feuerwehr Landkreis Kulmbach, den betroffenen Straßenabschnitt im Gespräch mit News5. Etwa 100 Meter lang war die Einsatzstelle. 

Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeugwracks war die Bundesstraße für fünf Stunden gerade zur Hauptverkehrszeit zum Teil gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr wechselseitig über eine Behelfsumfahrung an der Unfallstelle vorbei. Dennoch mussten zahlreiche Verkehrsteilnehmer insbesondere im Berufsverkehr zum Teil erhebliche Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen. Georg Löffler, Dienststellenleiter Polizeiinspektion Stadtsteinach berichtet News5, dass ca. 40 Einsatzkräfte den Unfallort aufsuchten und die Polizei unterstützten. Darunter Feuerwehren aus Untersteinach, Stadtsteinach und Kauerndorf. Der Rettungsdienst erschien mit drei Wagen, so Wächter. 

Verunglückte war erst am Nachmittag auf Polizeidienststelle

"Es war ein sehr unglücklicher Umstand. Die Frau war erst heute Nachmittag bei uns auf der Dienststelle wegen einer Allerweltsgeschichte und der Kollege, der mit ihr zu tun hatte, war auch an der Unfallstelle und konnte sie identifizieren", sagt Löffler.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bayreuth unterstützte ein Sachverständiger die Beamten der Polizeiinspektion Stadtsteinach bei der Unfallaufnahme. Den genauen Unfallhergang und die Ursache, warum die Frau ihre Fahrspur verließ, sollen jetzt die weiteren Ermittlungen klären. 

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