Sie haben die Schule lange hinter sich, eine Lehre abgeschlossen und oft schon mehrere Jahre in ihren Betrieben gearbeitet. Doch die Schüler der kommunalen Fachschule für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik und der staatlichen Fachschule für Bautechnik am beruflichen Schulzentrum in Kulmbach wollen mehr: beruflich vorankommen, Führungsaufgaben übernehmen und mehr Geld verdienen. Für dieses Ziel nimmt Matthias Wiedemann aus Igensdorf einiges auf sich. Der gelernte Heizungsbauer hat sich nach zehn Jahren im Beruf entschlossen, sich zum Techniker weiterzubilden.

Die ersten Wochen waren schwer, erinnert sich der 26-Jährige: "Statt auf dem Bau körperlich hart zu arbeiten, musste ich auf einmal den ganzen Tag sitzen, aufmerksam zuhören und sehr viel theoretisches Wissen pauken." Mittlerweile ist Matthias Wiedemann im zweiten Ausbildungsjahr und kommt mit den Anforderungen gut zurecht. Um seinen künftigen Arbeitsplatz muss er sich keine Sorgen machen: "Wir arbeiten in einer zukunftsträchtigen Branche und haben alle schon Jobangebote."


Volle Unterstützung vom Chef



Sein alter Arbeitgeber wird auch sein neuer sein: Anlagenmechaniker Benedikt Tremel aus Lichtenfels hat für seine Karrierepläne die volle Unterstützung seines früheren Chefs. Der 23-Jährige hat nach der Hauptschule über den zweiten Bildungsweg die mittlere Reife nachgeholt und startet an der Technikerschule voll durch. Die allgemeinbildenden Fächer bewegen sich nahe am gymnasialen Niveau. "Da muss man schon kämpfen, aber wir unterstützen uns gegenseitig sehr gut, und die kleinen Klassen mit zehn bis 15 Leuten sind ein großer Vorteil", sagt Benedikt Tremel.

Die Voraussetzungen der Studenten sind sehr unterschiedlich: Vom "Quali" bis zum Abi tur ist alles dabei, und die Ausgangsberufe sind vielfältig: Installateure und Rohrleitungsbauer sind ebenso dabei wie Kaminkehrer. "Wir bemühen uns, alle so zu fördern, dass sie das gleiche Niveau erreichen, sagt stellvertretender Schulleiter Otmar Walter.

Mehr über eine Beispielkarriere made in Kulmbach lesen Sie am Donnerstag in der Bayerischen Rundschau.