"Groffnghaa war mehr als 200 Jahre ein typisches Weberdorf", sagt Ludwig Beck. Und der Mann weiß, wovon er spricht; immerhin haben seine Eltern und später er selbst seinen Lebensunterhalt mit der Weberei verdient.
"Die Weberei gehörte zu uns, war Lebensinhalt für viele, prägte Land und Leute. Das Weberschiffchen im Gemeindewappen zeigt es sinnfällig", erklärt der 76-Jährige.

Von wegen Abgesang

"Der Weber und Spielmann", wie Ludwig Beck in Grafengehaig vielerorts genannt wird, hat sich viele Gedanken über dieses verschwundene Erbe gemacht. Eine endgültigen Abgesang mag der Grafengehaiger auf die Weberei im Wandel der Wirtschaft aber nicht anstimmen. "Sollen wir das beklagen? Bringt nichts!", urteilt Beck.